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Kommentar von Kitabetreuung: Familien entlasten

Kommentar von Kitabetreuung : Familien entlasten

Scheinbar ein Anachronismus in Corona-Zeiten: Die Kitabetreuung wird für Bonner Eltern teilweise teurer. Der Grund laut Stadt: die Novellierung des Kinder- und Bildungsgesetzes NRW (Kibiz).

Wer selbst Kinder großgezogen hat,  der kann sich nur allzu gut vorstellen, was Familien in dieser Corona-Krise durchmachen. Arbeiten von zu Hause aus, während die Kleinen durch die Wohnung toben und sich irgendwann mit lautem Geschrei in den Haaren liegen: Dass viele Eltern inzwischen auf dem Zahnfleisch gehen, ist nachzuvollziehen. An diesem Zustand wird sich in den nächsten Wochen leider nicht viel ändern. Schulen und Kitas fahren  zwar langsam hoch, von Regelbetreuung sind sie aber noch weit entfernt. Jetzt  kommen die Sommerferien,  und schon wieder sind die Schulen und Kitas dicht. 

Dass die Stadt Bonn als Trägerin von rund 70 Kitas und rund 1000 Erzieherkräften die Ferienschließzeit nicht – wie die SPD angeregt hat – einfach aussetzen kann, ist verständlich.  Das Problem würde sich in den Herbst verlagern, wenn erst dann ein Großteil der Mitarbeiter in den Urlaub gehen könnte. Aber wünschenswert wäre es schon, wenn es gelänge, in den Ferien mehr als nur eine Notbetreuung für wenige Kinder und das auch noch möglicherweise in fremden Einrichtungen in einem Stadtteil anzubieten.

Und anstatt Monat für Monat wegen Corona über eine Reduzierung der Elternbeiträge zu diskutieren, sollten sich alle Politiker über die Parteigrenzen hinweg  für eine generelle Beitragsfreiheit auch in NRW einsetzen. Das wäre endlich eine echte Entlastung für die Familien.