Fahrplanwechsel des ICE in Siegburg: Kommentar - "Konzertierte Aktion"

Kommentar zum Fahrplanwechsel : Konzertierte Aktion

Die Situation ist unhaltbar. Und zwar insgesamt. Statt die Schienenanbindungen auszubauen und die Qualität zu verbessern, wird das Angebot immer schlechter, kommentiert GA-Redakteur Cem Akalin den bevorstehenden Fahrplanwechsel.

Wenn ICE-Verbindungen am Morgen gestrichen werden, dann trifft das insbesondere Pendler. Dasselbe gilt für die Stadtbahnlinie 66. Ausfälle am Morgen und am späten Nachmittag sind eine Katastrophe für jene Menschen, die zu ihren Arbeitsplätzen oder zur Schule müssen beziehungsweise auf dem Rückweg einen Anschlusszug erreichen müssen.

Die neue Aufsichtsratsvorsitzende der Stadtwerke Bonn, Margarete Heidler, duckt sich weg. Eine Stellungnahme von ihr gibt es zum Sachstand der wichtigsten Nahverkehrslinie in der Region nicht. In einer so prekären Situation müssten doch bei den Verkehrsbetrieben alle Hebel in Bewegung gesetzt werden, damit sie ihren Nutzern Verbindungen sicherstellen, die einigermaßen erträglich sind.

Immerhin: Unsere Bundes- und Landespolitiker haben gegen den neuen ICE-Fahrplan ihre Stimme erhoben. Aber man muss sich das einmal vorstellen: Da kommt der Konzernbevollmächtigte der Deutschen Bahn in Nordrhein-Westfalen in ein gemeinsames Gremium von Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis, verspricht die ICE-Anbindungen am Haltepunkt Bonn/Siegburg zu bessern - und es kommt völlig anders. Wo bleibt da der Aufschrei? Die Bürger haben das Recht auf eine konzertierte Aktion aller beteiligten Akteure aus Politik und Verwaltung. Sie müssen endlich einzelne erforderliche Handlungsschritte auflisten, mit denen Fern- und Nahverkehr verbessert werden können.