Kommentar zu Hybridbussen der RSVG: Ein erster Schritt

Kommentar zu Hybridbussen der RSVG : Ein erster Schritt

Mit der Anschaffung von 66 Hybridbussen setzt die Rhein-Sieg-Verkehrsgesellschaft weiter auf den Diesel. Der Technologiemix macht aus mehreren Gründen im Rhein-Sieg-Kreis Sinn. Ein Kommentar.

Die 66 Hybridbusse, die die Rhein-Sieg-Verkehrsgesellschaft (RSVG) anschafft, sind ein Fortschritt. Trotzdem setzt das Unternehmen mit dem Technologiemix weiter auf den umstrittenen Diesel. Nach einer Energiewende im Öffentlichen Nahverkehr sieht das auf den ersten Blick nicht aus, zumal in Bonn beispielsweise bereits E-Busse fahren und das Verkehrsunternehmen Regionalverkehr Köln mit wasserstoffbetriebenen Fahrzeugen unterwegs ist.

Doch es lohnt ein zweiter Blick. Die Reichweite von E-Bussen ist noch ausbaufähig, in Bonn schaffen die Fahrzeuge bis zu 250 Kilometer. An kalten Winter- und heißen Sommertagen sinkt diese Leistung allerdings, da das Heizen und Kühlen zusätzliche Energie der Batterie frisst. Für ländliche Gegenden wie im Rhein-Sieg-Kreis ist das noch zu wenig. Die gute Nachricht: Hybridbusse senken bereits den Schadstoffausstoß. Wasserstoff- und Elektrobusse wären deutlich teurer gewesen. Hinzu kommen die Kosten für die Infrastruktur an den Betriebshöfen.

Die Einführung ist daher als erster Schritt zu sehen. Weitere Busse der RSVG werden entsprechend der Abgasnorm umgerüstet, erste Elektrobusse sollen in den kommenden Jahren auch im Rhein-Sieg-Kreis eingesetzt werden. Der Hybridantrieb ist somit eine sinnvolle Brückentechnologie, bis die Elektrobusse auch den Anforderungen gerecht werden, die sich im Rhein-Sieg-Kreis stellen.