Kommentar zum Bürgeramt Hardtberg: Bürgernah soll es sein

Kommentar zum Bürgeramt Hardtberg : Bürgernah soll es sein

Der Hardtberg ist ja nicht Berlin, kommentiert GA-Redakteur Rolf Kleinfeld, da sollte es bürgerfreundlich sein. Politiker beklagen aktuell die Öffnungszeiten des Bürgeramtes - zwei halbe Tage pro Woche.

Das Dienstleistungszentrum im Stadthaus ist nicht der angenehmste Ort, um seine lästigen Meldeangelegenheiten bei der Stadt Bonn zu regeln. Kein Wunder, dass die Hardtberger lieber in ihr angestammtes Rathaus in Duisdorf gehen.

Aber wie groß war die Enttäuschung, als die Bürgerdienste nach der Sanierung schadstoffbelasteter Räume wieder geöffnet hatten. Aus den angekündigten zwei Dienstleistungstagen sind zwei halbe Tage geworden, an denen die Stadtverwaltung vor Ort präsent ist. Die Enttäuschung war groß - verständlicherweise, und seitdem bemühen sich die Bezirksvertreter auf der politischen Ebene, das Rad wieder zurückzudrehen.

Aber die Verwaltung will nicht und versuchte, das bisher mit fadenscheinigen Argumenten wegzuwischen. Man wolle Missbrauch und "Hamstern" von Terminen unterbinden, hieß es zur Begründung, warum eine Terminvereinbarung nur zwei Wochen im Voraus möglich sei. Ja, Leute, wir sind doch nicht in Berlin, wo clevere Geschäftemacher die Termine gegen Geld weiterverkaufen. Das ist der Hardtberg, und da sollte es bürgerfreundlich zugehen.

Dass die CDU sicher ist, dass der Oberbürgermeister in diesem Segment, für das er allein zuständig und keinem Rechenschaft schuldig ist, nachjustiert, ist eine optimistische Herangehensweise. In der Vergangenheit hat sich der Chef der Stadtverwaltung nämlich nicht gerade entgegenkommend gezeigt, wenn es um die Ausgestaltung der Dienstleistungsangebote ging.

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