Kommentar zum regionalen Tourismus: Beethoven als Trumpf

Kommentar zum regionalen Tourismus : Beethoven als Trumpf

Der Tourismus in NRW boomt. Auch wenn Bonn und der Rhein-Sieg-Kreis keine klassische Urlaubsregion sind, können sie profitieren. Ein Kommentar.

Die Region Bonn/Rhein-Sieg/Ahr hat beim Thema Tourismus und Naherholung einige Trümpfe in der Hand, die sie ausspielen kann. Die Vorzeichen, NRW- und bundesweit als bereisenswerte Gegend wahrgenommen zu werden, sind momentan günstig – vor allem durch das anstehende Beethovenjahr.

Das Programm zum 250. Geburtstag des Komponisten wird Bonn und dem Umland erhöhte Aufmerksamkeit bescheren. Wenn es gut ankommt und es darüber hinaus gelingt, das hochklassige Kulturangebot auch in den Folgejahren zu etablieren, dann wird die Region nachhaltig profitieren.

Gewiss, eine klassische Urlaubsregion werden zumindest Bonn und der Rhein-Sieg-Kreis nie sein. Doch gibt es für Tagestouristen und Erholungssuchende etliche lohnenswerte Ziele – ob Museumsmeile, Spuren der alten Bundeshauptstadt, Drachenfels, Voreifel, Ahr oder obere Sieg. Ein Selbstläufer ist das freilich nicht. Die Vermarktung muss sitzen, es braucht immer wieder frische Ideen.

Eine gute Ergänzung ist der Tagungsbetrieb. Auch er bringt der Region zahlreiche Besucher. Bonn ist Kongressstadt, aber auch Troisdorf und Siegburg haben darin Potenzial entdeckt. Tagungsgäste geben vor Ort Geld aus und kommen vielleicht sogar ein zweites Mal. Dazu reichen schöne Tagungsstätten und Übernachtungsangebote aber nicht aus: Flair, Gastronomie, Sehenswürdigkeiten, Kultur – das Umfeld muss stimmen.