Kommentar zu den Kölner Haien: In Geduld üben

Kommentar zu den Kölner Haien : In Geduld üben

Die Kölner Haie müssen sich fragen, ob es nötig ist, zu handeln oder nicht. In diesem Fall tun sie gut daran, sich in Geduld zu üben, meint GA-Autor Martin Sauerborn.

Tempo ist ein wesentlicher Bestandteil des Eishockeyspiels. Gerade seine Schnelligkeit macht diesen Sport so attraktiv. Wahrscheinlich fällt es deshalb manchmal schwer, zu akzeptieren, dass die Dinge ihre Zeit brauchen. Eine Erfahrung, die den Kölner Haien bekannt ist. Sie müssen zu Beginn dieser Saison mal wieder eine solche Phase durchmachen und sich fragen, ob es nötig ist, zu handeln oder nicht. In diesem Fall tun sie gut daran, sich in Geduld zu üben.

Nur drei Siege und 20 Tore in den ersten elf Saisonspielen entsprechen natürlich nicht dem Anspruch des achtfachen Meisters, der sich direkt für das Playoff-Viertelfinale qualifizieren möchte. Das bedeutet eine Platzierung unter den ersten Sechs der Tabelle. Aktuell spricht wenig dafür, dass sie dieses Ziel erreichen. Unter ihrem neuen Trainer Mike Stewart fehlt es den Kölnern noch an Selbstbewusstsein und Selbstverständlichkeit. Viel zu viele Aspekte des Spiels finden bei den KEC-Profis im Kopf statt, anstatt in den Beinen und Händen, wo sie hingehören.

Die Konstanz fehlt noch
Deshalb an der Qualität des Kaders zu zweifeln, ist aber unangebracht. In Mannheim, Bremerhaven, Ingolstadt und am Sonntag in Krefeld sowie im Heimspiel gegen Wolfsburg hat die Mannschaft gezeigt, was in ihr steckt. Das Potenzial ist vorhanden, allein der feste Glaube für eine konstantere Umsetzung fehlt noch.

Philipp Walter hat sich entschieden, den Dingen ihre Zeit zu geben. Der Haie-Geschäftsführer ist überzeugt von Mark Mahons zusammengestelltem Kader und der Arbeit Mike Stewarts. An dieser Überzeugung werden sich die Verantwortlichen in den nächsten Wochen messen lassen müssen. Das Heimspiel gegen Augsburg sollte deshalb tunlichst eine Ausnahme bleiben.

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