Anzeigensonderveröffentlichung: Zu Fuß von Windeck nach Rheinbach

Anzeigensonderveröffentlichung : Zu Fuß von Windeck nach Rheinbach

Als Zeichen der Verbundenheit innerhalb des zweitgrößten Kreises Deutschlands durchquert Ultra-Läufer Heinz Jäckel am 18. Juli das Kreisgebiet. Um 5 Uhr startet er in Windeck, um spätestens um 18.30 Uhr auf dem Himmeroder Wall in Rheinbach anzukommen. Sascha Stienen sprach mit dem 71-jährigen Hennefer.

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Wie kam es dazu, dass Sie dem Kreis laufend zum Geburtstag gratulieren?

Heinz Jäckel: Landrat Sebastian Schuster hatte angefragt, ob ich das mache. Und da habe ich spontan zugesagt.

Wie lang ist die Strecke von Windeck nach Rheinbach?

Jäckel: 57 Kilometer, wenn ich mich nicht verlaufe.

Wie schnell laufen Sie?

Jäckel: Früher bin ich den Marathon in drei Stunden und zehn Minuten gelaufen. Jetzt bin ich fast 72 und brauche etwa das Doppelte. Ich laufe mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von einem Kilometer in zehn Minuten. Das heißt ich laufe nicht die ganze Strecke durch, sondern mache zwischendurch auch Power-Walking. Meine Lendenwirbel lassen nach 100 000 gelaufenen Kilometern nicht mehr zu. (Lacht.)

Aber Sie kommen trotzdem pünktlich in Rheinbach an?

Jäckel: Ja, das werde ich schaffen. Ich habe anderthalb Stunden als Puffer eingeplant – für Notfälle. Außerdem gucke ich mir die Strecke vorher an und prüfe, ob es Unwägbarkeiten gibt. Ich muss ja schließlich einige Höhenmeter überwinden.

Wie lange laufen Sie schon?

Jäckel: Ich habe meinen ersten Marathon 1987 in Duisburg gelaufen. Damals hatte ich gerade mit dem Rauchen aufgehört und wurde plötzlich rund wie eine Tonne. Da habe ich mit dem Laufen angefangen und in einem halben Jahr von 80 Zigaretten am Tag auf 42 Kilometer umgestellt.

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Das war gewiss eine kluge Entscheidung…

Jäckel: Das denke ich auch. Mein Schwiegersohn ist Internist, der sagt: Jetzt ist die Lunge frei.

Wie kamen Sie denn vom Marathon zum Ultralauf?

Jäckel: Wie viele andere habe ich zuerst Städte-Marathons gelaufen und lag dann irgendwann bei einer Durchschnittszeit von dreieinhalb Stunden. Montags bei der Arbeit fragten die Kollegen dann immer häufiger, wie schnell ich gelaufen war und nicht, ob es mir gut geht. Dieses Leistungsorientierte wollte ich nicht mehr. So kam ich vom Marathon zu den Landschaftsläufen. Erst 50 Kilometer, dann 80, dann 100.

Das sind ja immense Strecken…

Jäckel: Irgendwann habe ich angefangen, tagelang zu laufen, von der Spree-Quelle nach Berlin, entlang der Isar, quer durch Deutschland, einmal durch Frankreich zum Mittelmeer, durch die Schweiz. Das Heftigste war 2009 der Trans-Europa-Lauf von Italien zum Nordkap. Das waren 4500 Kilometer in 64 Tagen.

Wie haben Sie das durchgehalten?

Jäckel: Ihr Kollege Michael Lehnberg vom GA hat immer wieder darüber berichtet. Außerdem bin ich damals für den Kinderschutzbund gelaufen. Das hat mich immer wieder motiviert.

Das war ein Spendenlauf?

Jäckel: Ja, richtig. Sowas habe ich zuletzt immer häufiger gemacht und so seit 2003 bestimmt mehr als 35 000 Euro für gute Zwecke erlaufen.

Was ist neben dem Rhein-Sieg-Kreis-Lauf Ihr aktuelles Projekt?

Jäckel: Ich laufe in alle Partnerstädte der Stadt Hennef. Nowy Dwór Gdański in Polen und Le Pecq sur Seine in Frankreich habe ich schon. Demnächst folgt noch Banbury in Großbritannien. Dann habe ich sie alle zusammen.

Warum können Sie mit dem Laufen nicht aufhören?

Jäckel: Das ist manchmal wie eine Sucht. Es ist einfach schön, durch die Landschaft und die Wälder zu laufen. Dabei kann man richtig gut abschalten.

Woher kommt Ihre besondere Verbundenheit zum Rhein-Sieg-Kreis?

Jäckel: Ich bin ein Kind des Ruhrgebiets und lebe seit 1967 – bedingt durch die Bundeswehr – im Siegkreis. Zwischendurch habe ich mal fünf Jahre im Ausland verbracht, auf Sardinien. Aber dann habe ich ein Häuschen in Hennef gefunden. Der Rhein-Sieg-Kreis hat sich einfach toll gemacht. Wir leben in einer wunderschönen Gegend. Und das Kölsche im Rhein-Sieg-Kreis mag ich auch sehr gerne.

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