"Sprudelndes Sinzig": Viele Besucher in Feierlaune beim Stadtfest

"Sprudelndes Sinzig" : Viele Besucher in Feierlaune beim Stadtfest

Das Stadtfest in Sinzig lockt viele Besucher mit Präsentationen und Aktionen. Es wurde Musik von Folklore bis Rock und Pop geboten.

Drei Tage vollgeladenes Programm ließen für die Besucher des Stadtfestes „Sprudelnden Sinzig“ keine Wünsche offen. Von Informationen aus der Sicherheitstechnik über kulinarische Genüsse aller Art bis hin zu Musik für jeden Geschmack wurde am Pfingstwochenende mehr geboten, als man alleine entdecken kann. Die Besucher kamen in Scharen und ließen sich auch von dem einen oder anderen Regentropfen zwischendurch nicht ihre Feierlaune verderben.

Offizieller Startpunkt war am Freitagnachmittag. Für die kleinen Besucher gab es eine Hüpfburg zum ausgiebigen Herumtollen, während sich die Großen auf der Aktivmeile am Sicherheitsmobil der Koblenzer Polizei Informationen für wirksamen Einbruchschutz holten oder in den Auslagen der zahlreichen Händler stöberten. Als sich der Abend über den Kirchplatz neigte, wurde es zum ersten Mal laut auf der großen Bühne. „Kölsche Tön“ hieß das Programm und es sollte liefern, was es versprach. Den Anfang machte Steven Alan. Der Schlagzeuger, Sänger und Komponist aus Westum braucht als lebende Ein-Mann-Band keine weiteren Musiker, um die Bretter, die die Welt bedeuten, komplett auszufüllen. Es folgte die Gruppe „Jeckediz“. Mit Coversongs quer durch die musikalische Kölner Karnevalslandschaft und einer hohen Publikumsnähe wussten die Jungs aus der Kreisstadt zu überzeugen. Frontmann Dirk Schoenmackers verließ auch einmal die Bühne, um seinen Zuhörer ganz nahe zu sein. Den furiosen Schlusspunkt setzten „Kuhl un de Gäng“ aus Köln.

Nachdem sich am Samstagmorgen ein wenig von der kölschen Nacht erholt werden konnte, begann am späten Mittag das interkulturelle Fest „Sinzig International“. Unterschiedliche Migrationsinstitutionen stellten ihre Arbeit vor, es wurden Fairtrade-Produkte angeboten und von frittierten Teigtaschen aus dem Nahen Osten bis hin zu französischen Crêpes wurden Geschmäcker aller Länder zur Verkostung angeboten. Auf der Bühne wurde Musik und Tanz rund um den Globus gezeigt. Den Auftakt machten dabei die Sinziger Kindertagesstätten. Die Gruppe „Andalucia Pura“ legte einen ebenso stolzen wie heißblütigen Flamenco aufs Parkett und mit „Dostluk-Varis“ gab es türkische Folklore. Russophile Festbesucher kamen mit dem Chor „Russische Seele“ voll auf ihre Kosten. Auch einen Spontaneinsatz gab es: Der 15-jährige Younes El Bathahi schnappte sich kurzerhand seine Gitarre und verzauberte die Zuhörer. Die Frankfurter Gruppe „Yanaconda“ nahm die Besucher auf eine Reise durch Kolumbien mit und die Afrikanische Gemeinschaft Deutschlands ließ ihre Trommeln sprechen. Hin und wieder sprudelte auch der Himmel, entlohnte jedoch mit einem klaren Regenbogen über Sankt Peter. Der Abend wurde wieder laut, „Sinzig rockt“ war angesagt. Die Gruppe „Rio 5“ heizte den Besuchern mit Coversongs aus Rock und Pop ein. Den rockigen Abschluss bildete die Covergruppe „Bounce“, die etwas Rock-am-Ring-Flair an Rhein und Ahr brachte. Auch wenn es keinen verkaufsoffenen Sonntag gab, so fanden doch etliche Besucher auch zum großen Abschluss mit Chartsmusik am Sonntagabend erneut den Weg nach Sinzig.

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