Karl-August Seel: Trauer in Bad Bodendorf

Karl-August Seel : Trauer in Bad Bodendorf

Karl-August Seel ist am Freitag im Alter von 85 Jahren gestorben. 15 Jahre lang leitete er als Ortsvorsteher die Geschicke des kleinen Heilbades.

Am 23. April 1933 wurde Seel in Freiendiez an der Aar geboren, 1969 zog er an die Ahr. Ab 1979 arbeitete der dreifache Vater in zahlreichen kommunalen Gremien mit: im Sinziger Stadtrat, im Ortsbeirat von Bad Bodendorf und von 1983 bis 1999 als Ortsvorsteher. Seel war Mitglied zahlreicher Vereine, er zählte zu den Gründern des Heimat- und Bürgervereins sowie der Dorffestgemeinschaft. Auch an Planung und Finanzierung des Brünnchens auf dem Bahnhofsvorplatz wirkte er mit. Außerdem initiierte er den Blumenschmuck-Wettbewerb des Dorfes.

Von Karl-August Seel stammt der Entwurf einer Wappenfahne für Bad Bodendorf, zudem war er verantwortlich für Organisation und Durchführung von Seniorenkarnevals- und Weihnachtsfeiern.

Seel war Mitorganisator der 1100-Jahr-Feier des Kurorts sowie der 300-Jahr-Feier der Sankt-Sebastianus-Bruderschaft, der er seit 1975 angehört und deren Vereinsleben er ab 1981 als Vorstandsmitglied mitbestimmte. Darüber hinaus hat Seel in zahlreichen Veröffentlichungen die Geschichte Bad Bodendorfs aufgezeichnet. Auch im Heimatjahrbuch des Kreises Ahrweiler sowie in der von ihm mitbegründeten „Dorfschelle“ wurden zahlreiche seiner Beiträge veröffentlicht.

Von 1972 bis 1979 war Seel Kletterwart der Bonner Sektion des Deutschen Alpenvereins. Bis zu seiner Pensionierung im Jahr 1993 arbeitete er beim militärgeografischen Amt der Bundeswehr. Von 1974 bis 1983 war der Oberstleutnant und Militärgeograf Personalvertreter – als Mitglied und zeitweise als Vorsitzender des örtlichen Personalrats, des Bezirkspersonalrats sowie des Wahlvorstands.

Seels vielfältiges Engagement fand Anerkennung. 2002 wurde er mit der Verdienstmedaille des Landes ausgezeichnet. ⋌

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