Investitionen: Lindenschule in Bad Breisig muss saniert werden

Investitionen : Lindenschule in Bad Breisig muss saniert werden

Auch im Bad Breisiger Rathaus gibt es Sanierungsbedarf. Die Belegschaft der Verwaltung friert in der kalten Jahreszeit. Mehr als 3,3 Millionen Euro wird nach derzeitigem Stand die Baumaßnahme an der Schule kosten.

Zwei große und teure Projekte wird die Verbandsgemeinde Bad Breisig in Kürze in Angriff nehmen müssen: Zum einen gilt es, die Lindenschule umzubauen und energetisch zu sanieren, zum anderen muss das Rathaus nicht nur behindertengerecht umgebaut, sondern auch hinsichtlich der Heiztechnik auf Vordermann gebracht werden. Zwar sind die Maßnahmen förderfähig – die Höhe der in Aussicht stehenden Zuschüsse steht allerdings noch nicht fest.

Mehr als 3,3 Millionen Euro wird nach derzeitigem Stand die Baumaßnahme an der Lindenschule kosten. Ein „Zwischentrakt“ soll neu gebaut werden, eine Fassadensanierung mit neuen Fenstern und Sonnenschutzanlagen, Schallschutzvorrichtungen, die bauliche Umsetzung eines nach den Erfahrungen mit Amokläufen an anderen Schulen erforderlichen Sicherheitskonzeptes oder auch die barrierefreie Gestaltung des Schulgebäudes stehen an. Das Gelände soll eingezäunt und mit Videotechnik ausstaffiert werden. Alleine für den Zwischentrakt werden eine Million, für die Fassadensanierung 1,4 Millionen Euro anfallen.

Verbandsgemeinde als Trägerin

Nach derzeitigem Stand kann die Verbandsgemeinde als Trägerin der 1972 erbauten Lindenschule mit einem Landeszuschuss in Höhe von 60 Prozent rechnen. Möglicherweise kann Bad Breisig aber auch von Bundesmitteln profitieren, die für Bildungseinrichtungen finanzschwacher Kommunen gewährt werden. Dann könnten bis zu 90 Prozent der Kosten bezuschusst werden.

Die Bauausführung der einzelnen Maßnahmen an der Schule will Verbandsbürgermeister Bernd Weidenbach nicht nur von der grundsätzlichen Zuschussbewilligung, sondern vielmehr auch von der tatsächlichen Ausschüttung der Gelder („Kassenwirksamkeit“) abhängig machen. Notfalls kommt es zu zeitlichen Streckungen, damit sich die Verbandsgemeinde Vor- und Zwischenfinanzierungen erspart.

Verbesserungen am Rathaus

In Angriff nehmen will man auch dringend erforderliche Verbesserungen am Rathaus. Besonderes Problem: die Heizung. „Wir müssen auf den Mindeststandard kommen, den ein Mitarbeiter erwarten darf“, so Weidenbach. Die Rathausbelegschaft und Besucher des Verwaltungsgebäudes würden in der kalten Jahreszeit frieren, teilweise werde mit elektrischen Geräten geheizt.

Ein Fachingenieur soll nun nach Lösungen suchen, um einen Komplettaustausch der Heizung zumindest zu verschieben. Mit elektrischen Heizlüftern will man die nächsten Monate überstehen. Ohnehin stehen allerdings im und am Rathaus umfangreiche energetische Sanierungen an: Die Fenster und der Sonnenschutz sowie Wasser- und Abwasserleitungen müssen erneuert werden. Hinzu kommt die Erneuerung der maroden Heiztechnik.

Ein weiteres Problem stellt der Umstand dar, dass das „Haus des Bürgers“ kaum behindertengerecht ist. Es gibt nur eine sehr eingeschränkte Barrierefreiheit. Umständlich müssen behinderte Menschen den Weg für den Zugang über einen Seiteneingang suchen, der vorhandene und überalterte Aufzug entspricht hinsichtlich der Größe nicht einmal entfernt den Mindestanforderungen an eine behindertengerechte Nutzung. Rollstuhlfahrer finden im Aufzug erst gar keinen Platz, ein Rollstuhl passt noch nicht einmal durch die Aufzugstüre, weil die zu schmal ist. Wann für Abhilfe gesorgt werden kann, ist noch offen.