Kurverei durch Köln statt Bus-Ausflug in die Eifel

Kurverei durch Köln statt Bus-Ausflug in die Eifel

Der Fußballverband hat die Staffeln umstrukturiert - Bonner spielen gegen elf neue Klubs

Bonn. (joi) In einem sind sich die Bezirksliga-Trainer aus der Region einig. Die Neuformierung der vier Bezirksligen und besonders die Einteilung der Staffel 2 ist für Bonner Vereine nicht unbedingt nachvollziehbar.

Die hiesigen Teams treffen in dieser Spielzeit auf elf neue Vereine. "Ich kann das gar nicht verstehen. Bisher haben wir von allen Vereinen und auch von den Vorsitzenden der einzelnen Fußballkreise viel Lob für die neue Einteilung bekommen. Wir haben in diesem Jahr versucht, für den Kreis freundliche Staffeln zu bilden", erklärte indes Rolf Thiel, Staffelleiter der Bezirksliga 2.

Unverständlich war unter anderem für die Trainer der Region die Einteilung der Kölner Vereine CfB Ford Niehl und SV Schlebusch in die Staffel 1, obwohl in der Staffel 2 so viele Kölner Teams vertreten sind. Thiel: "Vor der Einteilung lagen uns von beiden schriftlich Wünsche vor, dass sie nicht mehr Richtung Eifel, sondern lieber ins Bergische Land fahren wollten und deshalb in der Staffel 1 unterkommen wollen. Dem haben wir Rechnung getragen. Außerdem glaube ich, dass wir die Fahrtzeiten für die Bonner mit der neuen Staffeleinteilung reduziert haben, da sie jetzt nicht mehr Richtung holländische Grenze fahren müssen."

Ganz anders sieht dies Friesdorfs Trainer Heinz Winters: "Mit Sötenich und Nierfeld hatten wir in der letzten Saison zwei lange Fahrten. Um zu Fatih Spor zu reisen, müssen wir jetzt auch durch ganz Köln kurven. Aber das ist es nicht alleine. Wir müssen uns auf völlig neue Teams einstellen. Alle Erkenntnisse der letzten Saison über die Mannschaften sind wertlos. Ich glaube, den Kölner Teams geht das ähnlich wie uns. Mir ist die Einteilung ein Rätsel."

Oberkassels Trainer Martin Lichius meint: "Wir sind gerne in die Eifel gefahren, weil wir in Sötenich und Nierfeld nie verloren haben. Spaß beiseite - es ist schon richtig, dass die Fahrtwege jetzt kürzer sind und wir keinen Bus mieten müssen. Ich hatte aber über alle Teams mit viel Aufwand wertvolle Infos gesammelt. Da fange ich jetzt wieder bei Null an. Aus unserer Sicht ist erfreulich, dass Weilerswist weg ist. Da konnten wir noch nie etwas reißen."