Kinderbetreuung: Kleine "Wibbelstätze" kuscheln im "Hundekorb"

Kinderbetreuung : Kleine "Wibbelstätze" kuscheln im "Hundekorb"

Hönninger Kindergarten richtet für die obere Verbandsgemeinde Altenahr eine neue Krippengruppe für Ein- bis Dreijährige ein.

Sie können vor Spiegeln Faxen machen oder sich im "Hundekorb" einkuscheln, sie dürfen im Kreativatelier matschen oder mit Löffeln auf Töpfe schlagen: Für all diese Aktionen ist der Hönninger Kindergarten "Wibbelstätz" nun bestens ausgestattet und gerüstet, denn seit Montag gibt es eine neue Krippengruppe für zehn Kinder im Alter von ein bis drei Jahren.

Der Nachwuchs, für den zwei Erzieherinnen eingestellt wurden, die damit das Team auf acht Mitarbeiterinnen für 60 Kinder erweitern, kommt aus Hönningen und dem Kindergartenzweckverband Ahrbrück, zu dem auch Heckenbach, Kesseling und Lind gehören. "Die U 3-Krippe ist in der ehemaligen Lehrerwohnung untergebracht", so Leiterin Annemie Ulrich, die bei einem Rundgang Ortsbürgermeister Hans-Josef Weber, Herbert Seul vom Zweckverband sowie Kerstin Noack von der Verbandsgemeinde Altenahr sowie deren Bauamts-Vertreter Harald Schmitz begrüßte.

Um der pädagogischen Arbeit mit Kleinstkindern gerecht zu werden, wurden immerhin mehr als 150 000 Euro investiert: 95 000 Euro Zuschüsse stammen aus dem Landes-Investitionsprogramm "Kinderbetreuungsausbau", den Rest von rund 57 000 Euro teilen sich Kreis und Gemeinde. Allein der Sanitärraum bedarf besonderer Ansprüche, weil die Kleinen noch gewickelt werden müssen. Witziger Hingucker: eine Mini-Toilette 30 Zentimeter über dem Boden. "Wir nennen es auch gerne das Töpfchen mit Wasserspülung", so Ulrich schmunzelnd. "Wir haben auch runde Ecken hier", kommentierte Weber mit Blick auf die Türrahmen die Vorschriften, die es bei der Betreuung von Einjährigen zu beachten gilt.

Bei der Gestaltung wurde ohnehin der Tatsache Rechnung getragen, dass die ganz kleinen "Wibbelstätze" ihre Umwelt zuerst körperlich und durch Bewegung erfahren. Übrigens: Ein neues Spielhaus für den Außenbereich gibt es auch. Denn dank der vielen Käufer des selbst hergestellten Holunderblütensirups, der von einem Bollerwagen herunter in Hönningen und Liers verkauft wurde, war sowohl Geld für diese Anschaffung übrig als auch für eine 250-Euro-Spende an menino-Vorsitzenden Stephan Maria Glöckner, die brasilianischen Straßenkindern hilft.

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