Anzeigensonderveröffentlichung: gelungene Nachfolge

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Alexander Piltz übernahm Hersteller von Rohrbefestigungen in Lohmar

„Ich hatte überhaupt keine Ahnung von Rohrbefestigung, als ich die Firma übernahm“, gibt Alexander Piltz (34) unumwunden zu. Dennoch ist der Volljurist seit zwei Jahren Chef der dipa GmbH in Lohmar, die seit 50 Jahren auf die Entwicklung, die Fertigung und den Vertrieb von Rohrbefestigungen spezialisiert ist. Piltz hat im Mai 2017 das traditionsreiche Firmenunternehmen im Zuge der Unternehmensnachfolge von Dietmar Dick übernommen, der weder in seiner Familie noch in der Firma selbst einen potentiellen Nachfolger gefunden und sich deshalb an die Unternehmensnachfolgebörse der IHK Bonn/Rhein-Sieg gewendet hatte. Dort kam der Kontakt zustande, denn Alexander Piltz suchte zur gleichen Zeit ein neues Betätigungsfeld, nachdem er seinen Anteil am Startup-Unternehmen Jetcologne GmbH & Co. KG, das europaweite Flüge mit sechssitzigen Business-Jets anbietet, verkauft hatte.

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Von Dienstleistung zur Produktion

Die Arbeit als Geschäftsführer von Jetcologne sei sehr zeitintensiv gewesen, mitunter sei er tagelang nicht nach Hause gekommen. Deshalb habe er sich in der Phase der Familiengründung nach einem neuen Betätigungsfeld umgesehen. „Ich wollte weg von der Dienstleistung und in ein Produktionsunternehmen, was mit weniger Reisen verbunden ist.“ Doch die Suche gestaltete sich alles andere als einfach, denn beide Seiten müssen auch zueinander passen. So hatte sich Piltz eine Kriterienliste angelegt, die erfüllt sein musste, bevor überhaupt Gespräche und Verhandlungen aufgenommen wurden: „Es musste sich um ein Produktionsunternehmen handeln mit eigenen Produkten, die weltweit vermarktbar sind. Außerdem musste das zur Übernahme anstehende Unternehmen ein gutes wirtschaftliches Ergebnis versprechen und dazu noch für einen fairen Kaufpreis zu haben sein.“

Oft ist die Finanzierung einer Betriebsübernahme ein großes Problem. Auch hier waren die Gebäude an sich mehr wert als das Unternehmen selbst, doch in seinem Fall habe der Erlös aus seiner verkauften Firma gereicht für den Eigenkapitalanteil.

Übernommen hat Piltz aber auch die 20 Mitarbeiter des Betriebes, von denen 15 in der Produktion und fünf in der Verwaltung tätig sind. Die erfahrenen Mitarbeiter seien sehr wichtig für den Erfolg des Unternehmens, und er sei auch aus fachlicher Sicht auch auf sie angewiesen.

Experten für Rohrbefestigungen

Zwar habe er sich mittlerweile in die Thematik „Rohrbefestigungen“ eingelesen und sich das notwendige technische Know-how angeeignet, doch ohne die Unterstützung des Voreigentümers, der noch einige Monate im Betrieb mitgewirkt und ihn in alle wichtigen Dinge eingearbeitet habe, wäre die Übernahme wohl nicht so reibungslos verlaufen. „Es war sehr wichtig, dass er mich an die Hand genommen hat, ein klarer Pluspunkt.“ Gerade bei der Betriebsübernahme durch einen Branchenfremden sei es erforderlich, dass der bisherige Chef noch eine gewisse Zeit mit an Bord bleibe, findet Piltz.

Der Unternehmer hat die Betriebsübernahme nicht einen Tag lang bereut, sie wurde sogar von der IHK als vorbildlich angesehen und 2018 mit dem erstmals ausgelobten „Ludwig“ für gelungene Unternehmensnachfolge ausgezeichnet. „Hier wurde die schwierige Aufgabe einer Firmenübernahme mit Bravour gemeistert“, sagt IHK-Geschäftsführer Bernhard Mensing. Jetzt gilt es, die Erfolgsgeschichte weiter zu schreiben.