122 Einsätze im letzten Jahr: Feuerwehr in Altenahr stößt an Belastungsgrenze

122 Einsätze im letzten Jahr : Feuerwehr in Altenahr stößt an Belastungsgrenze

Die Feuerwehren der Verbandsgemeinde Altenahr sind im vergangenen Jahr zu 122 Einsätzen ausgerückt. Die Belastungsgrenze für die ehrenamtlichen Kräfte ist damit erreicht.

Zu insgesamt 122 Einsätzen mussten die Freiwilligen Feuerwehren der Verbandsgemeinde Altenahr (VG) im vergangenen Jahr ausrücken. „Damit bleibt die Zahl der Einsätze hoch, die Belastungsgrenze der ehrenamtlichen Helfer ist erreicht“, sagte VG-Wehrleiter Frank Linnarz bei der Dienstversammlung in Kalenborn. Die Wehr umfasst 369 Aktive, darunter 24 Frauen, in 16 Einheiten. Das sind 18 Feuerwehrleute mehr als im Vorjahr. „Die Neuaufnahmen sind größtenteils Früchte der intensiven Jugendarbeit“, führte Linnarz aus. Derzeit seien 17 Mädchen und 48 Jungen Mitglieder in sieben Jugendgruppen. Linnarz warb für Gründung weiterer Jugendgruppen.

Der Wehrleiter berichtete auch über Anschaffungen für die Ausrüstung im vergangenen Jahr. Dazu gehörten ein mittleres Löschfahrzeug (180 000 Euro) und ein Mehrzweckfahrzeug (60 000 Euro) für die Feuerwehr Ahrbrück. Schutzausrüstungen für Atemschutzträger und Atemschutzgeräte waren erforderlich. Mayschoß erhielt einen Stromerzeuger, die Generalsanierung des Feuerwehrhauses Kesseling steht bevor. Im laufenden Jahr werden Stromerzeuger für Kreuzberg und Kalenborn beschafft. Auf der Liste stehen unter anderem auch Armaturen für den Trinkwasserschutz, Schutzausrüstungen, eine Wärmebildkamera für Dernau.

Für VG-Bürgermeister Achim Haag war es die letzte Dienstversammlung in seiner 24-jährigen Amtszeit. In seinem Rückblick würdigte er die „knochenharte Arbeit“ der Wehrleute. Zu seinem Abschied ernannten ihn die Feuerwehren der Verbandsgemeinde zum Ehrenwehrführer.

Kreisfeuerwehrinspekteur Michael Zimmermann informierte über Planungen auf Kreis- und Landesebene. Nach den Unwettern im Sommer 2016 werde im Kreis nach einem verkehrsgünstig gelegenen Platz für ein Katastrophenschutzlager gesucht.

Zimmermanns Stellvertreter sind Frank Linnarz und Marcus Mandt aus der Kreisstadt. Abschied nehmen hieß es für den Kalenborner Wehrführer Frank Ley, der die Altersgrenze erreicht hat.

Er erhielt das Silberne Ehrenzeichen am Bande. Das Silberne Ehrenzeichen für 25 Jahre im aktiven Dienst nahmen Stephan Knieps und Michael Krupp entgegen. Aus dem aktiven Dienst verabschiedet wurden Egon Wittersheim (Kirchsahr), Wolfgang Münster (Kalenborn), Heinz Mönch und Winfried Marhöfer (Altenahr), Clemens Schier (Heckenbach), Siegfried Knebel (Kesseling), Manfred Krebsbach (Hönningen). Neu verpflichtet wurden Fabian Farr und Sarah Chou (Kreuzberg), Daniel Schreiner (Rech), Maximilian Schäfer (Kalenborn), Patricia Wegenstein und Tim Gasper (Mayschoß), Lukas Meurer, Thomas Schäfer, Sina Bläser und Felix Gabriel (Kesseling), Christian Drews (Kalenborn) und Gergely Nagy (Lind). Entpflichtet wurden außer Frank Ley auch Wolfgang Münster (Kalenborn) und Dominik Gieler (Rech).

Insgesamt 14 Feuerwehrangehörige übernahmen verantwortungsvollere Aufgaben. Zum neuen Wehrführer für Kalenborn wurde Dirk Riske ernannt, zum Stellvertreter Martin Münster. Florian Schreiner ist neuer Wehrführer in Rech, sein Stellvertreter ist Dirk Stephan. Wehrführer in Altenahr ist Stephan Knieps. ⋌

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