Eine Reitlehrerin muss sich neben ihren Pferden auch um viele andere Dinge kümmern

Eine Reitlehrerin muss sich neben ihren Pferden auch um viele andere Dinge kümmern

Kathrin Steinmeier steht in der Mitte eines großen Reitplatzes und schaut aufmerksam zu Melina. Die Zwölfjährige sitzt auf der Fuchsstute Maggy und trabt über eine Stange, die auf dem Boden liegt. "Immer schön die Mitte anreiten. Und lass deine Schultern gerade", korrigiert Kathrin. Sie ist nicht nur Reitlehrerin. Ihr gehört die Reitschule in Weilrod. Das ist ein kleiner Ort in Hessen.

Sie ist oft den ganzen Tag bei ihren Pferden im Stall. Ab dem Nachmittag kommen ihre Reitschüler. Doch schon vorher ist immer etwas zu tun. "Wir fangen morgens um sieben Uhr an", erzählt sie. Zuerst bekommen die 20 Pferde Heu, Hafer und eine Art Müsli als Frühstück. Dann bringt Kathrin die Tiere auf die Weide.

Während dort die Pferde grasen, werden die Boxen sauber gemacht. Man sagt auch gemistet dazu. Mittags kehren die Tiere zurück in den Stall. Es gibt wieder Fressen. "Maggy legt sich dann immer noch mal hin und hält Mittagsschlaf", erzählt Kathrin lachend. Sie selbst macht in der Zeit im Reiterstübchen Mittagspause.

Um drei Uhr kommen ihre ersten Reitschüler und putzen die Pferde in dem kleinen Innenhof. Kathrin hilft ihnen und achtet darauf, dass alles richtig gemacht wird. Danach reiten alle auf den großen Platz. "Ich reite schon seit fünf Jahren", erzählt Melina. Kathrin lässt die Reitschülerinnen in einem großen Kreis um sich herum traben. Dabei müssen die Mädchen immer wieder über die Stangen reiten.

Ist sie mit dem Unterricht fertig, wartet bereits eine lange Liste auf sie. Darauf steht, was sie am nächsten Tag alles tun muss: Futter bestellen, Tierarzt anrufen, dem Schmied helfen, Mist wegfahren, Rechnungen bezahlen, den Reitschulplan für die nächste Woche ausfüllen.

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