Versammlung in Altenahr: Die Fleischer-Innung bestätigt ihren Vorstand

Versammlung in Altenahr : Die Fleischer-Innung bestätigt ihren Vorstand

Beisitzer Heinz Ropertz trat nach 20 Jahren aus Altersgründen nicht mehr an und wurde geehrt. Zahl der Betriebe geht weiter zurück. Ausbildung soll verkürzt werden.

Im Altenahrer Hotel Ruland wurde der Vorstand der Fleischer-Innung Ahrweiler anlässlich der Jahreshauptversammlung für fünf Jahre bestätigt. Lediglich Beisitzer Heinz Ropertz schied aus Altersgründen aus der Innungsleitung aus, der Posten wurde nicht neu besetzt. Einstimmig wiedergewählt wurden dagegen Obermeisterin Dagmar Groß-Mauer, ihr Stellvertreter Frank Schmitz, Lehrlingswartin Christiane Thon-Zimmer und die Beisitzer Reinhold Olschewski und Herbert Wieland.

Weil die Innung keine feste Beisitzeranzahl in ihrer Satzung verankert hat, musste auch keine dritte Person für einen solchen Posten gewonnen werden. Zur Delegierten, sowohl für die Kreishandwerkerschaft, als auch für den Fachverband, wählte die Versammlung Obermeisterin Groß-Mauer, zu ihrem Vertreter Frank Schmitz. Den Ausschuss für Lehrlingsbeschwerden besetzen Frank Schmitz und Reinhold Olschewski, Kassenprüfer sind Hans Faßbender und Heinz Ropertz.

Ropertz wurde im Rahmen der Versammlung eine Ehrung zuteil. Er war seit 1996 und damit 20 Jahre lang als Beisitzer im Innungsvorstand aktiv, zudem war er von 2002 bis 2006 Lehrlingswart und gehört seit 2002 als Meisterbeisitzer dem Prüfungsausschuss an. Mit einem Weinpräsent bedankte sich Dagmar Groß-Mauer bei Heinz Ropertz für dessen Einsatz. Geschäftsführer Alexander Zeitler vermeldete dann in der Jahresrechnung einen Überschuss von 1600 Euro. Der kam unter anderem dank der fürs letztjährige Jubiläum des Kreises Ahrweiler kreierten AW-Wurst zusammen. Für diese gab es diverse Zuschüsse, aber auch den mit 1000 Euro dotierten Rudolf-Kunze-PR-Preis.

Viele Themen angesprochen

Zu Beginn der Versammlung, zu der Vertreter von sechs der 13 Innungsbetriebe gekommen waren, hatte Obermeisterin Dagmar Groß-Mauer über das abgelaufene Jahr und aktuelle Themen aus dem Fleischerhandwerk berichtet. Unter anderem hatte sie an der Obermeistertagung in Würzburg teilgenommen. Dort wurde über die Berufsausbildung und die Verkürzung der Ausbildungszeit für Fleischereifachverkäuferinnen von drei auf zwei Jahre gesprochen.

Zudem ging es um die aktuelle Entwicklung im Lebensmittelrecht und um die Öffentlichkeitsarbeit im Fleischerhandwerk. Hier soll der Bundesleistungswettbewerb der Aufstellung einer Fleischer-Nationalmannschaft weichen. Im Bereich des Lebensmittelrechts gab es Änderungen. So wurde das Tierschutzgesetz so geändert, dass nun auch die Kastration von Ferkeln, die unter acht Tage alt sind, unter Betäubung stattfinden muss. Zudem wurde auch die oftmals irreführende Bezeichnung vegetarischer und veganer Produkte heiß diskutiert. Der Tenor: „Wurst muss aus Fleisch bestehen.“

Weiter rückläufig sind bundesweit die Zahlen der Innungsbetriebe. 1997 hatte der Deutsche Fleischer-Verband noch 14.870 Mitgliedsbetriebe. In diesem Jahr wird erwartet, dass die Zahl unter 6000 rutscht. Geht die Entwicklung so weiter, werden im Jahr 2025 noch 3500 Betriebe organisiert sein.

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