"Brückentausch" in Ahrbrück: Das Ende der alten Bahnbrücke

"Brückentausch" in Ahrbrück : Das Ende der alten Bahnbrücke

Gute Nachrichten für alle Radfahrer: Die neue Brücke über die Ahr ist in Sichtweite. Während der Abrissarbeiten wird der Fluss durch Betonrohre geleitet.

Brückenabriss in Ahrbrück. Dort muss die 100 Jahre alte einstige Eisenbahnbrücke weichen, um Platz zu machen für eine neue Brücke für den Ahr-Radweg. Die hat der Landesbetrieb Mobilität bereits geplant. Möglicherweise schon im kommenden Sommer wird den Radlern das Stück Bundesstraße in Ahrbrück erspart, sie können am Ahrufer weiterfahren und später den Fluss über die funkelnagelneue Brücke queren. Die Bahn hatte das Bauwerk nicht mehr benötigt, da es oberhalb des Bahnhofs Ahrbrück liegt, wo die Bahntrasse endet.

Wie beabsichtigt hat der Landesbetrieb die für die Bahn nicht mehr benötigte, offenbar feuchte und marode Brücke, samt Uferstreifen von der Bahn gekauft. Die für den Radweg benötigten Flächen bleiben im Eigentum des Landesbetriebs. Die übrigen Flächen sind ins Eigentum der Gemeinde Ahrbrück übergegangen. Wie Bürgermeister Walter Radermacher berichtet, wird der Ausschuss für Bau- und Grundstücksangelegenheiten in Kürze darüber beraten, ob die Gemeinde die Grundstücke behält oder möglicherweise verkauft.

Die Abrissarbeiten an dem alten Bauwerk aus Bruchsteinen geschehen in Verantwortung des Landesbetriebs Mobilität. So konnten bereits die Seitenstücke und Widerlager des historischen Bauwerks entfernt werden. Damit das Gewässer nicht durch Bauschutt verschmutzt wird, sind für den Abriss des Mittelteils besondere Vorkehrungen erforderlich. So wird die Ahr während dieser Arbeiten durch dicke Betonrohre geführt, damit herabfallender Schutt nicht ins Gewässer fällt.

Radermacher geht davon aus, dass die Abrissarbeiten innerhalb von sechs Wochen erledigt werden können. Danach werde der Landesbetrieb die Arbeiten für den Neubau, der bereits mit der Gemeinde abgestimmt sei, ausschreiben.

Geplant sei eine freitragende Brücke aus Stahl und Leichtmetall für Radfahrer und Fußgänger. Da kein Mittelpfeiler vorgesehen sei, könne sich bei Hochwasser künftig kein Schwemmgut unter der Brücke verhaken.

Radfahrer können aufatmen, wenn das neue Bauwerk steht. Sie werden in Ahrbrück nicht mehr über die viel befahrene B257 geleitet, sondern können gemütlich an der Ahr entlang fahren mit Anschluss an den bestehenden Radweg am anderen Ufer.

Auch mit dem vorgesehenen Ausbau der Kesselinger Straße in Ahrbrück geht es weiter voran. Auch hier ist der Landesbetrieb Mobilität verantwortlich. Einzelheiten will die Gemeinde bei einer Einwohnerversammlung erläutern, bei der Mitarbeiter des Landesbetriebs anwesend sind. Wie Bürgermeister Radermacher berichtet, werden auch die Bürgersteige ausgebaut, was für die Anlieger mit Beiträgen verbunden sein wird.

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