Silvesterfeuerwerk: Teurer Spaß gegen böse Geister

Silvesterfeuerwerk : Teurer Spaß gegen böse Geister

Von Böllern, Raketen, Feinstaub, Kosten in Milliardenhöhe und buntem Spaß am Himmel.

Jedes Jahr werden Millionen Euro für das Feuerwerk ausgegeben, seit 2005 steigend. Im vergangenen Jahr wurden rund 133 Millionen Euro allein in Deutschland ausgegeben. Dies ist der bisher größte Silvesterumsatz. Viele in der Klasse sind der Meinung, dass es genug Gründe gibt, auf ein Feuerwerk zu verzichten und es sinnvoller wäre, das Geld in unsere Wirtschaft oder in die Umwelt zu investieren. Gentiana Hetemaj und Kristin Kirchhoff, Joelle Schneider, RSG, Klasse 8d

Silvester wird mit viel Aberglaube verbunden, zum Beispiel, dass Pech und Geister durch lauten Knall verscheucht werden. Früher wurden Peitschen, Glocken und andere Dinge dazu verwendet, um ein lautes Geräusch zu erzeugen. Heute benutzt man Feuerwerk. Es gibt auch andere Traditionen, so dass man mit Sekt anstößt und sich einen „guten Rutsch“ wünscht. Dieser Spruch wird von dem jiddischen „Gut Rosch“ hergeleitet, das so viel wie „Anfang“ bedeutet. Marilene Lückeroth und Emilia Nick, KFG, Klasse 8c

Jedes Jahr werden rund 9000 Tonnen Böller und Raketen abgefeuert. Dabei entstehen 2300 Tonnen Kohlendioxid und sehr viel Feinstaub. Außerdem werden Treibhausgase freigesetzt. Das kann zu geröteten Augen und zu Atemnot führen. Zudem ist der Lärm ein riesiger Stressfaktor für Tiere. Hunde werden panisch oder bekommen Gehörschäden, falls sie zu nah am Feuerwerk dran sind. Niklas Trümper, RSG,Klasse 8d

In ganz Niedersachsen ist das Sprengstoffrecht strenger als in anderen Bundesländern. Das gilt beispielsweise auch für die Stadt Wolfenbüttel. Dort gibt es Orte, wo das Feuerwerk ganz verboten ist. Das soll Reethäuser, Fachwerkhäuser, Krankenhäuser, Kinderheime, Altenheime und Kirchen vor Bränden schützen. Raketen und Batterien dürfen ansonsten nur mit 200 Metern Abstand abgefeuert werden. Bei Handfeuerwerken sind es zwischen 25 und 30 Metern. Um dieses Verbot zu überwachen, sind Ordnungsdienste und Polizei auf den Straßen unterwegs. Da sich jedoch nicht alle daran halten, ist die Feuerwehr wegen Bränden im ständigen Einsatz. Nina Reche und Lena Bach, ESG Klasse 8a

In Deutschland sind sogenannte Polenböller verboten, weil sie sehr gefährlich sind. In der Silvesternacht geschehen viele Unfälle durch das Zünden der Raketen. Wegen dieser Gefahren sind die Feuerwerkskörper auch nicht für jedes Alter frei käuflich. Trotzdem freue ich mich darüber, dass es jedes Jahr an Silvester bunt am Himmel wird. Ich feiere selber liebend gerne mit Böllern und Feuerwerksraketen. Wer die Gefahr scheut, kann auch mit Knallerbsen Spaß haben. Hussein Alwan, ESG, Klasse 8a