Kommentar: Öfter mal Fairtrade

Kommentar : Öfter mal Fairtrade

Wie eine aktuelle Studie über den Kakaoanbau an der Elfenbeinküste zeigt, können nur zwölf Prozent der Bauern von ihrem Einkommen leben. Im Durchschnitt verdienen sie nur 40 Prozent eines existenzsichernden Einkommens.

Fairtrade International legt zur Verbesserung dieser Situation Standards fest, nach denen Produkte zertifiziert werden können. Dazu gehören das Verbot von Kinderarbeit, ein Mindestlohn für die Arbeiter und die Erlaubnis, sich in Gewerkschaften zu organisieren.

Auch Kleinbauern können sich zu Kooperativen zusammenschließen, um somit gemeinschaftlich Geräte zu kaufen und die Kosten zu senken. In den Kooperativen können sie sich auch gegenseitig beraten. Im Gegenzug für die Einhaltung der Standards erhalten sie unter anderem einen garantierten Mindestpreis und zusätzlich eine Prämie, die etwa 15 Prozent des Mindestpreises beträgt.

In Deutschland vergibt der Verein Fairtrade e.V. das Fairtrade-Siegel. Firmen können ihre Produkte mit dem Siegel kennzeichnen, wenn die Rohstoffe wie Kakao oder Zucker von fair bezahlten Bauern kommen.

Aber wenn die Produkte teuer werden, würde sie dann noch jemand kaufen? Das hängt von uns Käufern ab. Mit unserer Entscheidung, welche Schokolade wir kaufen, entscheiden wir auch, ob die Kakaoproduzenten von ihrer Arbeit leben können oder nicht. Eine Kennzeichnung wie das Fairtrade-Siegel hilft uns zu erkennen, unter welchen Bedingungen ein Produkt hergestellt wurde. Ich finde, dass jeder nach seinen finanziellen Möglichkeiten auch mal zu einem Fairtrade-Produkt greifen sollte und auch kann.

Friedrich-Ebert-Gymnasium, Klasse 8d

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