Das dritte Geschlecht - männlich, weiblich, divers

Ein Plakat für eine dritte Option für die Geschlechtsbezeichung intersexueller Menschen.

Ein Plakat für eine dritte Option für die Geschlechtsbezeichung intersexueller Menschen.

Intersexuelle werden nun offiziell anerkannt.

Bis vor kurzem gab es im Geburtsregister nur zwei Möglichkeiten, männlich und weiblich, doch dies änderte sich. Jetzt gibt es eine neue Option: divers.

Seit dem 1. Januar 2019 ist ein Gesetz in Kraft, welches besagt, dass Menschen, die sich bei der Geburt biologisch nicht als männlich oder weiblich einordnen lassen, als divers in das Geburtsregister eingetragen werden können. Vorhandene Einträge zu ändern und sich später als divers eintragen zu lassen, ist jedoch nur möglich, wenn ein medizinisches Gutachten vorgelegt wird.

Wen betrifft es?

Als drittes Geschlecht bezeichnet man Menschen, die der Kategorie Intersexualität angehören und sich bei der Geburt biologisch nicht als männlich oder weiblich einordnen lassen.

Dies ist nicht zu verwechseln mit Transgender, welches ein Überbegriff für Leute ist, deren Geschlechtsidentität von der bei der Geburt gegebenen abweicht.

Wann ist man überhaupt intersexuell? Frauen haben zwei X-Chromosomen und Männer ein X- und ein Y-Chromosom. Intersexuelle Menschen haben jedoch zum Beispiel nur ein X-Chromosom, welches dazu führt, dass man das Geschlecht nicht eindeutig als Mann oder Frau zuordnen kann. Daher bekommt dieses Geschlecht seine eigene Kategorie im Geburtsregister.

Jetzt stellen sich einige Fragen zum Alltagsleben der intersexuellen Personen, zum Beispiel die Frage der Toilettennutzung. Eine andere häufig gestellte Frage ist, welche Pronomen man zur Anrede der Intersexuellen benutzen soll. Zu diesen Fragen gibt es noch keine genaueren Erklärungen oder Angaben, da sich die Regierung noch im Unklaren ist. Doch für die Anrede gilt, dass das Pronomen benutzt wird, mit welchem sie sich am wohlsten fühlen.

Was sagen die Religionen?

Doch wie nehmen die Religionen das dritte Geschlecht an? Manche Religionen wie der Buddhismus nehmen es gut an, da in der Religion keine Vorschrift der Männer-/Frauenrolle besteht. Man kann sich also aussuchen, zu welchem Geschlecht man sich bekennen möchte. Dies ist in anderen Religionen vorerst noch etwas schwieriger.

Es sind zwar noch viele Fragen offen, doch eines ist sicher: Die etwa 160 000 Intersexuellen in Deutschland werden nun offiziell anerkannt.

St.-Joseph-Gymnasium Rheinbach,Klasse 8a