Nachwuchshoffnung des BSV Roleber: Torfrau Khadija Bohaloua hofft auf eine große Karriere

Nachwuchshoffnung des BSV Roleber : Torfrau Khadija Bohaloua hofft auf eine große Karriere

Khadija Bohaloua stand beim GA-Torfieber für die E-Jugend des BSV Roleber im Tor. Mit starken Leistungen führte sie ihre Mannschaft auf’s Treppchen.

Während Alexandra Popp die deutsche Nationalmannschaft bei der Frauen-WM in Frankreich in Führung brachte, herrschte im Sportpark Pennenfeld beste Stimmung. Doch Khadija Bohaloua, Torhüterin des BSV Roleber, interessierte sich weder für den Trubel um sie herum noch für das parallel laufende WM-Achtelfinale zwischen Deutschland und Nigeria. Das Geschwindigkeitsschießen hatte Vorrang: „Ich schaue lieber Spiele von den Männern, Frauenfußball finde ich oft nicht so spannend“, sagt die Keeperin ganz unverblümt.

Dass aber auch der Fußball mit weiblicher Beteiligung höchst spannend und genauso gut sein kann, zeigte Khadija beim GA-Torfieber mit ihren spektakulären Paraden und bemerkenswert weiten Abschlägen. Als eines von insgesamt sehr wenigen Mädchen nahm sie am GA-Torfieber teil – und das mit großem Erfolg. Mit ihrer E-Jugend des BSV Roleber errang sie nach starken Leistungen den dritten Platz und war mit dem Ergebnis dann auch sehr zufrieden: „Der dritte Platz ist schon in Ordnung, wir hatten echt gute Gegner. Doch ich hätte schon gerne gewonnen“, sagte sie.

Hohe Ansprüche, die die Elfjährige bereits in jungen Jahren an sich stellt. Doch für ihr Ziel, Profifußballerin zu werden, gibt sie alles: „Ich trainiere fast jeden Tag und will noch besser werden.“ Was sie denn schon besonders gut kann? „Springen, fangen und werfen sind meine Stärken. Und weil ich auch oft im Feld spiele, habe ich eine gute Übersicht.“

„Ich schreie meine Mitspieler auch schon mal an"

Am liebsten schmeißt sie sich jedoch im Tor den Schüssen ihrer Gegenspieler entgegen und hat so mit ihrer Klasse schon Profivereine auf sich aufmerksam gemacht. Sowohl Bayer 04 Leverkusen als auch der 1. FC Köln hatten vor zwei Jahren ein Auge auf Khadija geworfen, „aber da war ich noch zu jung. Vielleicht mache ich nach den Sommerferien nochmal ein Probetraining beim 1. FC Köln.“

Dort würde sie dann in einer reinen Mädchenmannschaft spielen und sich behaupten müssen. Mit dem Behaupten hat Khadija aber auch gegenüber den Jungs in ihrem Team kein Problem: „Ich schreie meine Mitspieler auch schon mal an, wenn ich sehe, dass sie nicht richtig stehen oder zu weit von ihren Gegenspielern weg sind“, sagt sie und ihr Trainer Peter Werwein nickt bestätigend: „Sie kann sich wirklich gut durchsetzen. Die Jungs haben absolut Respekt vor ihr.“ Prompt schallt es von einem der Mitspieler: „Auf einer Skala von 0 bis 100, ist sie 100!“, ein anderer ruft: „Sie ist die beste!“ Khadija grinst verlegen in ihrem neongrünen Trikot und lässt einen Ball auf den Boden titschen: „Ich muss schon noch viel üben und mich überall verbessern.“

Schließlich will sie hoch hinaus. Und wer weiß, vielleicht führt Khadijas Weg ja über das GA-Torfieber-Turnier zur Weltmeisterschaft 2027. Dann wäre sie 19 Jahre alt und könnte auf einer noch größeren Bühne zeigen, dass Frauenfußball, vor allem, wenn Kahdija Bohaloua mitspielt, alles andere als langweilig, sondern sehr spannend ist.

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