Lockerleichter Auftakt: GA-Sommergarten startete mit Antiquariat in die neue Saison

Lockerleichter Auftakt : GA-Sommergarten startete mit Antiquariat in die neue Saison

Der GA-Sommergarten auf dem Dach der Bundeskunsthalle ist am Sonntag in die Saison 2017 gestartet. Den Auftakt in diesem Jahr machte die Bonner Band Antiquariat.

Von wegen Gewitter: Der GA-Sommergarten hat in diesem Jahr einmal mehr Glück mit dem Wetter gehabt und am vergangenen Sonntagvormittag auf dem Dach der Bundeskunsthalle nicht nur die Sonne, sondern auch mehr als 700 Besucher begrüßen können. Und natürlich die Bonner Band Antiquariat, die mit ihrem lockerleichten Gipsy-Swing für eine wunderbare, entspannte Zeit sorgte. Django Reinhardt und Edvard Grieg, Kurt Weill und Josefine Baker standen auf dem Programm, allerdings so geschickt arrangiert, aufgearbeitet und restauriert, dass von angestaubter Musik nun wirklich keine Rede sein konnte. Ganz im Gegenteil. Mit bemerkenswerter Lässigkeit und ebensolcher Virtuosität mäanderte das Quintett durch die Stile, vermischte lächelnd fulminante Jazz-Improvisationen, leichte Latin-Rhythmen, deutsches Balladentum und französische Unbekümmertheit und versprühte dabei jede Menge gute Laune, die sich unweigerlich auf das Publikum übertrug.

Das reagierte begeistert: Ab und zu wagten sogar die ein oder anderen trotz der Sommerhitze ein kleines Tänzchen, doch auch bei einem spanischen Mitsinglied wurde es aktiv und bejubelte ansonsten konsequent die abwechslungsreichen Nummern samt der starken Soli. Mal füllte Frank Brempel mit energischem Geigenklang die entsprechenden Räume, dann wieder griffen wahlweise Alexander Sobocinski oder José Diaz de Leon eindringlich in die Saiten, und auch Bassist Stefan Berger durfte glänzen.

Daneben strahlte vor allem Marion Lenfant-Preus, polyglotter Sonnenschein mit bezaubernder Stimme: Sanft besang sie den ewigen Sommer Norwegens zur Melodie von Griegs „ Danse Norvegienne“, dann wieder selbstironisch ihren eigenen Redebedarf („Zu viel“) oder keck Brechts „Ballade vom Förster und der Gräfin“. Das Publikum ließ sich nur zu gerne von der Spielfreude anstecken und genoss in den Pausen die kulinarischen Angebote der Bitburger Braugruppe sowie des Café-Restaurants Speisesaal Michael Klevenhaus, die zusammen mit der Bundeskunsthalle als zuverlässige Partner des GA-Sommergartens agieren.

Mit Antiquariat verging die Zeit letztlich wie im Flug. Perfekt. So kann es ruhig auch in zwei Wochen wieder ablaufen, was kein Problem sein dürfte, sofern sich das Wetter erneut von seiner guten Seite zeigt: Am 11. Juni folgt mit dem Septett von Rouzbeh Asgarian, das Jazz, persische Klänge und eine leichte Dosis Rock zu einer ganz besonderen Mischung vereint, das nächste starke Konzert des GA-Sommergartens. Von 11.30 Uhr bis 14.30 Uhr wird die Band die Faszination des Orients und die Freiheit des Jazz erlebbar machen. Der Eintritt ist natürlich frei. Für gehbehinderte Besucher steht im Inneren der Bundeskunsthalle ein Aufzug zur Verfügung.

Weitere Infos unter www.ga-bonn.de/sommergarten.