Im Jagdrevier des Kurfürsten: 41. GA-Wandertag durch den Kottenforst

Im Jagdrevier des Kurfürsten : 41. GA-Wandertag durch den Kottenforst

Der 41. Wandertag des General-Anzeigers am 9. September führt durch den Kottenforst. Den Wanderern stehen Strecken über fünf, zehn, 20 und 30 Kilometern zur Auswahl.

Mitte des 18. Jahrhunderts ließ der Kölner Kurfürst Clemens August, der auch das Poppelsdorfer Schloss erbauen ließ, im damals noch an vielen Stellen sumpfig-feuchten und wenig erschlossenen Kottenforst breite Schneisen für die Parforcejagd anlegen. Von dieser Baumaßnahme profitieren heute noch Radfahrer und Wanderer.

So werden auch die Teilnehmer des 41. GA-Wandertages am Sonntag, 9. September, auf sicheren, ebenen und gut ausgebauten Pfaden durch den an Sagen reichen Wald wandeln können.

Das Startband wird um 9 Uhr an der Burg Heimerzheim durchschnitten. Bis 11 Uhr können sich die Teilnehmer von dort aus auf den Weg zum Kottenforst machen.

Zur Auswahl stehen gut ausgeschilderte Strecken über fünf, zehn, 20 und 30 Kilometer. An diversen Pausenstationen können sich die Wanderer stärken oder kostenlos, gegen Vorlage der Startkarte mit Sinziger-Mineralwasser erfrischen.

Ziel des Wandertages ist das Aus- und Fortbildungszentrum der Bundespolizei. Seit 40 Jahren besteht der Standort zwischen Heimerzheim und Dünstekoven, und anlässlich dieses Geburtstages laden die Beamten zum Tag der offenen Tür ein. Die Besucher können sich über Fahrzeuge, Einsatzwaffen und Gerätschaften informieren.

Besonders Kinder wird es reizen, mal in einen Polizeiwagen zu steigen und eine Einsatzfahrt mit Blaulicht zu simulieren. Hubschrauber und Wasserwerfer können ebenso besichtigt werden wie die Modelle eines Bahnwagens und eines Flugzeugs, an denen die Polizeianwärter Einsätze üben.

Wander- und Outdoormesse wieder dabei

Nach der erfolgreichen Premiere 2017 wird es beim Wandertag wieder eine GA-Wander- und Outdoormesse geben. Diverse Aussteller sind auf dem Gelände der Bundespolizei dabei: Von 12 bis 17 Uhr stellen

  • die Sektion Bonn des Deutschen Alpenvereins
  • die Naturregion Sieg GbR
  • Das Bergische - Naturarena Bergisches Land GmbH
  • der Touristik-Verband Wiedtal
  • der Verkehrsverbund Rhein-Sieg
  • Sportpartner Bonn
  • der Saunapark Siebengebirge
  • die Gemeinde Swisttal mit Rhein-Voreifel-Touristik
  • und die NRW-Stiftung

sich und ihre Arbeit vor.

Alle vier Wanderrouten führen am Eisernen Mann vorbei. Der Archäologe Klaus Grewe hat den Pfosten in den 70er Jahren ausgegraben und untersucht. Er ist 2,18 Meter lang, etwa die Hälfte steckt in der Erde. Eine T-förmige Verankerung, mit dem Barren in einem Stück gegossen, hält den Pfahl im Boden fest.

Der Roheisenbarren ist eventuell ein Überrest einer im Kottenforst betriebenen mittelalterlichen Eisenverhüttung. Er wurde vor 1625 als Grenzstein durch den Alfterer Grafen gesetzt und 1727 als Vermessungspunkt bei der Umgestaltung des Kottenforsts für die kurfürstliche Jagd an die heutige Stelle gebracht.

Die längeren Strecken führen in Richtung Buschhoven zum Römerkanal-Aufschluss und über die Schmale Allee und den Kamelleboom zurück nach Heimerzheim. Die genauen Streckenverläufe stellen wir im August vor. Von Bonn und Bad Godesberg aus wird ein Bus-Service nach Heimerzheim eingerichtet.

Der Vorverkauf für die Startkarten beginnt am Samstag, 11. August.

Erhältlich: