Musik auf dem Dach der Bundeskunsthalle

Das bietet der GA-Sommergarten

Der GA-Sommergarten bietet sechs Konzerte auf dem Dach der Bundeskunsthalle.

Bonn. Von Anfang Juni bis Mitte August präsentiert der GA-Sommergarten sechs Konzerte auf dem Dach der Bundeskunsthalle. Salsa, Rumba und Swing stehen auf dem Programm, genau wie eine Hommage an das Woodstock-Festival.

Es darf wieder getanzt werden: Einmal mehr lädt der General-Anzeiger von Anfang Juni bis Mitte August zu sechs sonntäglichen Konzerten (jeweils 11.30 bis 14.30 Uhr) auf dem Dach der Bundeskunsthalle ein, bei denen kaum jemand wird stillsitzen können. Erst recht nicht in diesem Jahr, in dem unter anderem Salsa, Tango, Rumba und Swing auf dem Programm stehen. Heiße Latino-Rhythmen treffen auf schmissigen Jazz, gespielt von einigen alten Bekannten und anderen, die das noch werden wollen.

Sie alle möchten das Publikum in Stimmung bringen - und in Goethes Gärten, die seit April auf dem Museumsdach erblühen, die Menge verzaubern. Den Erfahrungen der vergangenen Jahre nach sollte das kein Problem werden. Immerhin verspricht die beliebte, wie gewohnt kostenlose Reihe wieder überaus vielseitig zu werden.

Den Auftakt macht am 9. Juni das internationale Swing-Quartett von Klarinettist Engelbert Wrobel, der schon etliche Jahre nicht mehr zu Gast war und nun die Gelegenheit wahrnimmt, um Bonn die Musik von Benny Goodman und anderen Legenden der Swing-Ära nahezubringen. Wrobel, der schon mit Veteranen wie Chris Barber oder Doc Cheatham gespielt hat, gilt als versierter Kenner des eher traditionellen Jazz, der mit dem Pianisten Thilo Wagner sowie den beiden stimmsicheren Australiern Nicki Parrott (Bass) und David Blenkhorn (Gitarre) erfahrene Kollegen mitbringen wird.

Dem Quartett folgt zwei Wochen später (23. Juni) das in Amsterdam beheimatete Quinteto Caney um Frontmann Alvaro Pinto Lyon, das neben Salsa auch kubanische Musik im Repertoire hat und echtes Sommer-Feeling auf den Dachgarten bringen wird. Gleiches gilt für Romina Balestrino (7. Juli), die sich ganz dem Tango Argentino verschrieben hat. Geboren in Buenos Aires hat sie sich auch in Europa einen Namen als Interpretin gemacht, die sich zwischen Milongas und Latino-Walzern mühelos zu bewegen vermag.

Die zweite Hälfte des Sommergartens ist einigen vertrauten Gesichtern vorbehalten. So werden die Seatown Seven (21. Juli) erneut New-Orleans-Jazz, Dixie und Swing im Stile Louis Armstrongs und Fletcher Hendersons spielen - angeführt vom letzten verbliebenen Gründungsmitglied Adrian van Saucken, der auch jenseits der 80 noch nicht den Spaß an gelegentlichen Auftritten verloren hat.

Musik hält eben jung. Davon kann auch Taste of Woodstock (4.8.) ein Liedchen singen. Die Bonner Lokalmatadore spielen regelmäßig in der Region und halten die Erinnerung an den Westcoast-Sound der 60er Jahre wach, als Crosby, Stills & Nash in aller Ohren waren und Joni Mitchell die Hymne des Woodstock-Festivals schrieb, ohne dieses überhaupt erreicht zu haben. Den dreistimmigen Harmoniegesang von CSN beherrscht das Sextett auf jeden Fall perfekt.

Den Abschluss bildet am 18. August Manuel Torres, der seine ganz eigene Mischung aus Bossa Nova, Cha Cha Cha, Rumba und mehr präsentieren wird. Mit Liedern über die Liebe hat der gebürtige Chilene schon mehrmals die Herzen des Publikums erobert - was aber auch daran liegen könnte, dass er das Feuer der lateinamerikanischen Musikstile stets mit einer Prise Jazz würzt. Angesichts dieser Prognosen kann der Sommer also kommen.

Info: 9. Juni Engelbert Wrobels internationales Swing Quartett; 23. Juni Quinteto Caney (Salsa), 7. Juli Romina Balestrino (Tango), 21. Juli Seatown Seven (Jazz), 4. August Taste of Woodstock (Rock), 18. August Manuel Torres und Freunde (Bolero bis Rumba)

Weitere Infos: www.ga-bonn.de/sommergarten