Sommerzeit ist Urlaubszeit: So reisen Urlauber umweltfreundlicher

Sommerzeit ist Urlaubszeit : So reisen Urlauber umweltfreundlicher

Viele Menschen freuen sich zurzeit auf ihren Urlaub. Wer dabei Wert auf Klima- und Umweltschutz legt, kann zumindest in Teilen dafür sorgen, dass der ökologische Fußabdruck unterwegs möglichst klein bleibt.

"Wenn jemand eine Reise tut, so kann er was erzählen", heißt es im Volksmund. Umweltschonend ist Reisen allerdings häufig nicht, insbesondere die Fernreise im Flugzeug hinterlässt einen ökologischen Fußabdruck. Bleibt also nur die Farradtour oder Wanderung an den nächsten Tümpel? Wir geben Tipps, wie sich der Traumurlaub zumindest ein Stück weit mit Umweltschutz vereinbaren lässt.

Flug in den Süden - oder doch eine Fahrt mit der Bahn?

Keine Frage: Eine Fahrradtour oder eine Wanderung sind umweltfreundlicher als eine Autofahrt oder ein Flug. Wen es dennoch in die Ferne zieht, dem bieten sich dennoch Möglichkeiten, dies mehr oder weniger ökologisch zu tun. Viele Reiseziele lassen sich gut mit der Deutschen Bahn oder - dies ist besonders kostengünstig - mit dem Flixbus errreichen.

Wer gerne sein Auto benutzen will, kann über Plattformen wie Blablacar mit anderen Menschen eine Fahrgemeinschaft bilden und so ebenfalls Geld sparen. Und selbst beim Fliegen gibt es Mittel und Wege, dies zumindest etwas umweltbewusster zu tun: Hier empfiehlt es sich, Airlines zu wählen, die auf Nachhaltigkeit achten: So lässt die Airline Nature Air etwa Tropenwald in Costa Rica aufforsten, während Fluggäste bei anderen Fluggesellschaften an Klimachutzprojekte spenden können, um für die Kompensation zu sorgen.

Übernachtungen in Öko-Hotels oder auf dem Campingplatz

Selbst eine Übernachtung können Urlauber umweltfreundlich gestalten: Einige Hotels oder Jugendherbergen zeichnen sich mit Zertifikaten für Umweltschutz aus. Des Weiteren gibt es sogenannte Öko- und Bio-Hotels, die besonderen Wert auf Nachhaltigkeit legen. Über Airbnb lassen sich Privathaushalte finden, in denen es sich ebenfalls umweltbewusster leben lässt. In den Bergen oder auf dem Land lassen sich Öko-Ferienhäuser mieten, die sich etwa über Solarzellen selbst mit Energie versorgen. Eine Übernachtung auf dem Campingplatz ist ebenfalls umweltfreundlich.

Lebensmittel möglichst regional einkaufen

Ähnlich wie in der Heimat ist es sinnvoll, beim Einkauf von Lebensmitteln auf einen regionalen und ökologischen Anbau zu achten. Dies ist nicht nur gesund und umweltfreundlicher, sondern schafft auch oft Gelegenheiten, die traditionelle Küche und somit die Kultur eines Landes kennenzulernen. Demnach empfiehlt es sich nicht, im Urlaub größere Ketten wie McDonald's oder Starbucks aufzusuchen.

Natur und Menschen respektieren

Viele Orte lassen sich bestens zu Fuß, auf dem Fahrrad oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln erkunden. Wer nicht auf einen Wagen verzichten will, sollte darauf achten, dass dieser mit dem Zertifikat für Umweltfreundlichkeit ausgezeichnet ist - oder aber, dass es sich um ein Elektroauto handelt. Bei Unternehmungen sollte stets hinterfragt werden, ob Menschen (wegen schlechter Arbeitsbedingungen) oder Tiere zu Schaden kommen. So stellt etwa das in asiatischen Ländern sehr beliebte Elefantenreiten für die Tiere eine Qual dar. Bei Wanderungen oder Ausflügen sollte man auf den vorgegebenen Wegen bleiben und seinen Müll selbstverständlich nicht in die Natur werfen, sondern etwa in einem Stoffbeutel wieder mitnehmen.

Haarseife und Stoffbeutel für den Koffer

In der Kosmetik gibt es mittlerweile viele Produkte ohne Plastikverpackungen. Neben der herkömmlichen Körperseife gibt es in viele Drogerien etwa Haarseife oder feste Bodylotion. Eine umweltbewusste Zahnhygiene wird mit einer Zahnbürste aus Bambus und Zahnputztabletten möglich. Damit verbraucht man nicht nur deutlich weniger Plastik, sondern hat auch gleich mehr Platz im Koffer. Statt Plastiktüten für Schmutzwäsche lässt sich ein Stoffbeutel benutzen. Im Urlaub kann man - ebenso unkompliziert wie im Alltag - wiederverwendbare Trinkflaschen und Kaffeebecher gebrauchen.

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