Sicher durch den Urlaub: Mit individueller Reiseapotheke und den richtigen Versicherungen vorbeugen

Sicher durch den Urlaub : Mit individueller Reiseapotheke und den richtigen Versicherungen vorbeugen

Im Urlaub möchte man vor allem eines: Entspannen. Damit dem möglichst wenig im Wege steht, sollte man sich im Vorfeld um gewisse Dinge kümmern, damit die Ferien nicht zum Alptraum wereden.

Krank im Urlaub: Im Urlaub krank zu werden ist besonders ärgerlich. Wer aber gut vorbereitet ist, kann den größten Problemen aus dem Weg gehen. In den Koffer gehört laut ADAC in jedem Fall eine individuelle Reiseapotheke, gefüllt mit Arzneien gegen Schmerzen, Fieber, Durchfall und Verstopfung sowie Pflaster, Einmalhandschuhe, Pinzette und Schere.

Wer regelmäßig Medikamente einnimmt, sollte als Reserve mehr als die Hälfte der Menge mitnehmen, die er im Normalfall benötigt. Bei Flügen jeweils die Hälfte auf Hand- und Check-in-Gepäck verteilen, um dem Verlust vorzubeugen. Hochalpin-Touristen, Taucher, Tropenreisende und Allergiker erhalten weitere Informationen von Experten des ADAC unter der Hotline 089/767677.

Bei Reisen in den Süden ist es besonders wichtig, die Medikamente vor Hitze zu schützen. "Wird ein Medikament falsch gelagert, kann es seine Wirkung verlieren - auch wenn man das von außen nicht sieht", sagt Gabriele Overwiening, Mitglied des Vorstands der Bundesapothekerkammer. Bei langen Autofahrten kann man es deshalb gut unter dem Vordersitz verstauen. Einige Mittel müssen ausdrücklich "kühl" gelagert werden, das bedeutet unter 8 Grad.

Dazu gehören zum Beispiel Insuline. Zu Hause werden diese Medikamente im Kühlschrank gelagert, unterwegs werden Vorräte in einem Kühlbehälter mitgenommen. Dabei sollte das Medikament aber keinen direkten Kontakt zu den Kühlelementen haben oder gar einfrieren.

Gut versichert: Ein Auslandskrankenschutz ist ein Muss. Diese Versicherung übernimmt die Kosten für einen eventuellen Rücktransport, Behandlungen vor Ort und Medikamente. Wer seine Reise gar nicht erst antreten kann, dem hilft eine Reiserücktrittsversicherung. Wurde die vorab abgeschlossen, werden die Stornierungsgebühren übernommen.

Die Reisekoffer extra abzusichern, ist jedoch nicht unbedingt nötig. Denn was viele nicht wissen: Auch im Ausland ist das Gepäck im Hotelzimmer oder im Ferienhaus in der Regel über die Hausratversicherung abgesichert.

Telefonieren und Surfen im Ausland: Handy-Telefonate aus dem europäischen Ausland kosten seit diesem Monat maximal 24 Cent pro Minute (ohne Mehrwertsteuer). Deutsche Kunden zahlen inklusive Steuer höchstens 28,6 Cent pro Minute und für die Annahme eines Anrufs maximal 8,3 Cent. Für eine SMS dürfen 9,5 Cent berechnet werden. Für ankommende SMS zahlt der Verbraucher nichts.

Datendownloads gibt es für maximal 53,5 Cent pro Megabyte Datenvolumen. Ohne Mehrwertsteuer sind es 45 Cent. Die EU-Kommission hat sich zum Ziel gesetzt, dass das Telefonieren per Handy im EU-Ausland schon bald nicht mehr teurer sein soll als daheim. Deswegen sollen die Preise künftig weiter fallen.

Reisekasse: Schnell mal die Reisekasse checken oder Geld überweisen: Mehr als jeder Vierte nutzt im Urlaub das Internet, um private Finanzen zu regeln oder das Konto im Blick zu halten. Das ergab eine repräsentative Forsa-Umfrage im Auftrag des Versicherers CosmosDirekt. Das ist praktisch, jedoch nicht ganz ungefährlich.

Damit die Kontodaten nicht in die Hände von Betrügern geraten, sollte man auf einiges achten: Für die Internetnutzung eignet sich am ehesten ein geschütztes Wlan im Hotel. Hotspots an Flughäfen und in Cafés sind dagegen nicht zu empfehlen, vor allem wenn es um die Regelung von finanziellen Angelegenheiten geht. "Wird auf Reisen dennoch kurzfristig Nachschub für die Urlaubskasse benötigt, sollte am besten ein Kreditinstitut vor Ort aufgesucht werden", empfiehlt Roman Wagner, Experte von CosmosDirekt.

Werden die Bankdaten trotz aller Vorsichtsmaßnahmen ausgespäht oder wird die EC-Karte gestohlen, hilft der Konto-Schutzbrief: Dieser sichert den Kunden gegen finanzielle Schäden ab. Wird eine Karte gestohlen, sollte man sie sofort unter der Hotline (0049) 116 116 sperren lassen.

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