Niederrhein, Sauerland, Rheintal, Eifel: Tipps für Ausflüge aus Bonn

Kurz mal weg : Diese Ausflüge lohnen sich aus Bonn und der Region

In der Eifel kann man Vulkane auf dem Rücken der Pferde entdecken, im Rheintal entdeckt man Schlösser und Burgen am Rhein. Dazu gibt es eine steinerne Treppe zum Gipfelkreuz und weitere Tipps.

Ein Prinz aus Mönchengladbach kommt aus Bonn

Deutschlands größter Veilchendienstagszug zieht am 25. Februar in Mönchengladbach durch die Straßen. 4000 Teilnehmer, 70 Festwagen, 40 Musikkapellen, 50 Fußgruppen – die Zahlen sprechen für sich. Erwartet werden rund 350.000 Besucher. Um die Dimension zu verdeutlichen, bemühen die Veranstalter einen Vergleich: „Ein Bundesliga-Spiel von Borussia kommt auf 55.000 Besucher“, heißt es auf der Internetseite des Vereins. Das Foto zeigt das aktuelle Prinzenpaar Thorsten Neumann (links) und Axel Ladleif. Übrigens: Neumann ist gebürtiger Bonner.

Info: Tel. (02161) 25 52 400; www.mgmg.de; www.mg-mkv.de

Das Foto zeigt das aktuelle Prinzenpaar Thorsten Neumann (links) und Axel Ladleif. Foto: dpa/Fabian Strauch

Eine steinerne Treppe im Sauerland führt zum Gipfelkreuz

Auf dem knapp 730 Meter hohen Istenberg im Hochsauerlandkreis ragen vier markante Felsen aus dem Rothaargebirge. Die Bruchhauser Steine bei Bruchhausen sind als erstes Nationales Naturmonument des Landes NRW ausgewiesen. Entstanden sind die bis zu 92 Meter hohen Erhebungen durch Vulkanismus, Erosionen und Faltungen der Erdschichten. Der Feldstein ist als einziger der vier Felsen für die Öffentlichkeit zugänglich. Eine in den Stein geschlagene Treppe führt zum Gipfelkreuz. Festes Schuhwerk und Trittsicherheit werden empfohlen. Auf Themenpfaden werden Pflanzen- und Tierwelt erklärt. Im Eingangsbereich gibt es zudem ein Informationscenter, das in der Nebensaison von zehn bis 15 Uhr geöffnet hat. Dort sind auch sogenannte Besucherentgelttickets erhältlich.

Info: Tel. (02962) 97 670; www.bruchhauser-steine.de

Die Bruchhauser Steine bei Bruchhausen sind als erstes Nationales Naturmonument des Landes NRW ausgewiesen. Foto: nrw

Beachtliche Sammlung in Düren

Das Leopold-Hoesch-Museum (Foto) in Düren verfügt über eine beachtliche Kunstsammlung. Zu sehen sind Werke unter anderem von Paula Modersohn-Becker, Ernst Ludwig Kirchner, Max Beckmann, Otto Dix, Marianne von Werefkin und Günther Uecker. Sonderausstellungen beschäftigen sich mit internationaler Gegenwartskunst und kulturtheoretischen Themen. Benannt ist das Museum nach dem Dürener Industriellen Leopold Hoesch (1820-1899). Das Haus ist täglich (außer montags) geöffnet.

Info: Tel. (0 2421) 250; www.leopoldhoeschmuseum.de

Das Leopold-Hoesch-Museum in Düren verfügt über eine beachtliche Kunstsammlung. Foto: NRW Tourismus

Zu den Vulkanen der Eifel auf dem Rücken der Pferde

Vulkane, Maare, Wiesen, Wälder, Täler: Die Eifel ist eine ausgewiesene Reiterregion. Seit mehr als 20 Jahren kümmert sich der Verein „Eifel zu Pferd“ um das Thema. Die Organisatoren erkunden geeignete Routen, bringen Pferdefreunde mit Gastgebern zusammen und veröffentlichen jährlich eine kostenlose Broschüre mit aktuellen Informationen. Der Katalog 2020 liegt bereits vor. Gelistet sind 18 aktualisierte Ausflüge zu Pferd und einige neue Komplettangebote unter anderem mit den Schwerpunkten „Expedition Hocheifel“, „Mystische Momente“ oder „Eishöhlenritt“. Aufgeführt werden zudem rund 40 qualitätsgeprüfte Wanderreitstationen mit entsprechenden Unterkünften nicht nur für Reiter. Den Pferden stehen Weiden, Ställe und Boxen zur Verfügung.

Info: Tel. (06550) 14 78; www.eifelzupferd.de

Schlösser und Burgen am Rhein

Am Romantischen Rhein spielt der Strom die Hauptrolle, rund 60 Burgen und Schlösser setzen die passenden Akzente. Einige Anlagen sind auch in den Wintermonaten für Besucher geöffnet. Schloss Stolzenfels hoch über dem gleichnamigen Ortsteil bei Koblenz etwa ist in der Wintersaison (bis 14. März) samstags, sonntags und an Feiertagen von zehn bis 17 Uhr geöffnet. Auf der Marksburg (Foto) in Braubach können Burgküche, Rittersaal, Weinkeller und Kräutergarten ganzjährig besichtigt werden. Im Winter (bis 20. März) finden täglich zwischen 11 und 16 Uhr Führungen jeweils zur vollen Stunde statt.

Info: Tel. (0261) 97 38 47 20; www.romantischer-rhein.de

Auf der Marksburg in Braubach können Burgküche, Rittersaal, Weinkeller und Kräutergarten ganzjährig besichtigt werden. Foto: mh90photo - stock.adobe.com

Hunsrücker Rolltabak für den Räuberhauptmann

Bei Bernkastel-Kues geht es über die Mosel und dann hoch in den Hunsrück nach Morbach, den Geburtsort des „Heimat“-Regisseurs Edgar Reitz. Die waldreiche Gemeinde hat sich früh auf die Verarbeitung von Holz spezialisiert. Davon zeugt das im Jahr 2000 eröffnete Hunsrücker Holzmuseum, das über die Produktionsprozesse Waldarbeit, Holzernte, Holztransport, Sägewerk und die Fertigung von Holzartikeln informiert. Aber auch Tabak wurde verarbeitet. Eine Feinschnittversion trägt den Namen eines berühmten Räuberhauptmanns. Sie entstand, als Helmut Käutner 1958 im Hunsrück den Film „Schinderhannes“ mit Curd Jürgens, Maria Schell und Walter Buschhoff (von links) drehte. Dem Morbacher Rolltabak ist eine Sonderausstellung gewidmet.

Info: Tel. (06533) 95 97 50; www.hunsruecker-holzmuseum.de