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Kurz mal weg: Diese Ausflüge lohnen sich aus Bonn und der Region

Kurz mal weg : Diese Ausflüge lohnen sich aus Bonn und der Region

Wir zeigen, wie Narren in Langenfeld und Boppard neue Formate für ihren Umzug erobern und wo Karnevalsflüchtlinge in der närrischen Zeit Ruhe finden können.

Rohwasser fürs Ruhrgebiet und ein  spektakulärer Ausblick im Sauerland

Bei Attendorn im Kreis Olpe speichert ein knapp neun Quadratkilometer großer Stausee jede Menge Wasser für das Ruhrgebiet. Der Staudamm des Biggesees dient zudem der Regulierung von Bigge, Lenne und Ruhr. Das Gewässer spielt auch im Tourismus eine große Rolle – beliebt sind Rudern, Angeln, Segeln, Surfen und Tauchen, aber auch Wanderungen und Camping am Ufer. Seit Juli 2013 versorgt eine ungewöhnliche Aussichtskonstruktion die Besucher mit dem nötigen Panoramablick: Der Biggeblick ist ein 90 Meter hoher Skywalk mit einer freihängenden Plattform, in deren Mitte eine Nadel in den Himmel ragt. Das ruft auch viele Hobbyfotografen auf den Plan – vor allem am Abend, wenn die Nadel in weißem Licht erstrahlt.

Einen spektakulären Ausblick über den Biggesee hat man in Attendorn. Foto: Biggeblick Denis Stratmann

Alaaf beim Lichterzug in Reusrath

„Alaaf“ statt „Helau“ sagt man beim Lichterzug in Reusrath bei Langenfeld. Foto: Supertrooper - stock.adobe.com/Supertrooper

Man trinkt Alt in Langenfeld und ruft „Helau“ im Karneval. Doch es gibt Ausnahmen: Der südliche Stadtteil Reusrath fraternisiert mit der kölschen Konkurrenz – und skandiert „Alaaf“. Das abtrünnige Veedel hat noch eine weitere Besonderheit aufzuweisen: Die Jecken starten ihren Zoch bereits am Karnevalssonntag, und das bei Einbruch der Dunkelheit. Der 15. Lichterzug bewegt sich am 23. Februar ab 18.11 Uhr durch die Straßen. Die fantasievollen Wagen sind elektrisch beleuchtet. Auch die Reusrather Piraten marschieren wacker mit. Erwartet werden mehr als 15 000 Besucher. Veranstalter ist das Rüsrother Carnevals Comitee.

Die Ausstellung „Die Legende National Geographic - 130 Jahre Reisen und Erforschen“ dokumentiert spektakuläre Forschungsreisen. Foto: National Geografic Stavelot

Auf den Spuren des Magazins National Geographic

In der Abtei von Stavelot bei Spa in Ostbelgien wurde Ende Januar die Ausstellung „Die Legende National Geographic – 130 Jahre Reisen und Erforschen“ (bis 24.1.2021) eröffnet. Die Schau dokumentiert spektakuläre historische Forschungsreisen, aus deren Berichten und Fotografien das weltweit bekannte Magazin National Geographic hervorging. Ein Schwerpunkt bilden 100 besonders beeindruckende Fotos aus der Magazingeschichte. Videoreportagen vertiefen die Themenbereiche.

Foto: LVR

Eigenes Papier für das stille Örtchen herstellen

Die Papiermühle Alte Dombach in Bergisch Gladbach stammt aus dem 17. Jahrhundert und war bis etwa 1900 in Betrieb. Der Landschaftsverband Rheinland (LVR) unterhält die Anlage heute als Industriemuseum. Besucher erfahren, wie Papier hergestellt wurde und wird. Bei einer Kinderführung am 1. März (14 Uhr) beispielsweise können die jungen Teilnehmer ihr eigenes Papier schöpfen. Am selben Tag eröffnet um elf Uhr die Sonderschau „Von der Rolle – KloPapierGeschichten“, die sich bis zum 7. Februar 2021 mit der Geschichte des Toilettenpapiers beschäftigt und zudem die Entwicklung des stillen Örtchens vom rustikalen Abort zum modernen Wasserkloset veranschaulicht. Klo-Sprüche inklusive.

Nicht nur als Flucht vor den närrischen Tagen: Wanderungen durch den Nationalpark im Hunsrück. Foto: Dominik Ketz

Wanderwochenenden durch den Hunsrück

Die Ursprungsidee geht auf die fünfte Jahreszeit zurück: Ein zertifizierter Natur- und Landschaftsführer im Hunsrück organisierte ein zweitägiges Wanderwochenende durch seine Heimatregion – für Karnevalsflüchtlinge. Das Angebot kam gut an und ging in Serie mit Terminen nicht nur an närrischen Tagen. Die Tour am kommenden Wochenende ist längst ausgebucht, und so bietet Naturführer Michael Brzoska für den 13./14. März und 18./19. April weitere Termine an. Gewandert wird „Einmal quer durch den Nationalpark“ und übernachtet in einer alten Mühle. Kosten: 99 Euro. Der Startpunkt liegt an der Wildenburg bei Kempfeld im Naturschutzgebiet Mörschieder Burr (Foto), der erste Abschnitt verläuft auf dem Saar-Hunsrück-Steig.

Höhepunkt der närrischen Aktivitäten im Rheintal

Auch die Stadt Boppard am Romantischen Rhein feiert ausgelassen Karneval, der Höhepunkt der närrischen Aktivitäten findet allerdings zu vorgerückter Stunde  statt. Vor nunmehr 25 Jahren verlegte die Karnevalsgesellschaft „Schwarz-Gold Baudobriga 1955“ ihren großen Umzug vom Nachmittag in den Abend. Am Karnevalssonntag (23.2.)  ziehen 1000 Narren mit 20 bunt illuminierten  Motivwagen ab 18.11 Uhr durch die alte Reichsstadt zur Rheinallee. Erwartet werden mehrere Tausend Besucher, die auch zur finalen „Afterzug-Party“ in der Stadthalle am Marktplatz eingeladen sind.