Kurz mal weg: Diese Ausflüge lohnen sich aus Bonn und der Region

Kurz mal weg : Diese Ausflüge lohnen sich aus Bonn und der Region

Im Osten von Belgien kann man künftig nicht mehr verloren gehen: Eine neues System mit "Wanderknotenpunkten" hilft bei der Orientierung. Am Donnersberg wandern die Besucher sogar auf "göttlichem" Hoheitsgebiet. Weitere Ausflugstipps finden Sie hier.

Ein Zentrum des Töpferhandwerks

Die Stadt Frechen war seit dem 13. Jahrhundert ein Zentrum für Töpferei und Industriekeramik. Alte Fundstück, aber auch neuere Exponate stellt das Museum Keramion aus, dessen Architektur einer Töpferscheibe nachempfunden ist. Zu besichtigen sind auch 5000 keramische Kunstwerke aus der Sammlung des Frechener Steinzeugunternehmers Gottfried Cremer. Tipp: Am 18. und 19. Mai findet auf dem Rathausplatz der traditionelle Töpfermarkt statt.

Info: Tel. (02234) 697 690; www.keramion.de

Von Punkt zu Punkt

Ostbelgien hat seine 1370 Kilometer Wanderwege neu sortiert, sogenannte Wanderknotenpunkte sollen Gästen künftig die Orientierung erleichtern. In Amel, Burg Reuland und St. Vith wurden Ende April die ersten von gut 3000 mehrfach beschilderten Holzpfosten (Material: Douglasie) aufgestellt. Wanderer können ihre gewünschte Strecke damit von Punkt zu Punkt besser planen. Die Online-Version nutzen bereits 4000 Anwender im Monat, jetzt wird analog nachgerüstet. Ein Knotenpunktsystem für Radfahrer ist seit 15 Jahren im Einsatz.

Info: Tel. (0032-80) 227 664; www.ostbelgien.eu

Rustikale Mahle

Im Eifelkreis Bitburg-Prüm liegt am Fluss Nims der Ort Rittersdorf mit der gleichnamigen Burg. Die Wasserburg wurde urkundlich erstmals 1263 erwähnt. Die toprenovierte Anlage beherbergt heute ein Heimatmuseum, ein Restaurant – und ein Trauzimmer im gotischen Rittersaal. Recht ausgelassen geht es bei regelmäßigen Rittermahlen zu, wenn Knappen und Mägde in mittelalterlichen Zwirn Speis' und Trank auftragen. Bänkelsänger und Gaukler sorgen für rustikale Unterhaltung. Nächste Termine: 25. Mai und 29. Juni.

Info: Tel. (06561) 96 570; www.burgrittersdorf.de

Stadt des Leders

In der Nahe-Stadt Kirn kann man zur Ruine der Kyrburg hochsteigen oder im örtlichen Whiskymuseum einen Horse Neck testen. Bundesweit bekannt ist Kirn indes als "Stadt des Leders". Bereits im Mittelalter wurden hier Lederwaren hergestellt. Eine Ausstellung im Gebäude der heutigen Verbandsgemeinde dokumentiert die Geschichte. Drei Kirner Lederhersteller haben einen Fabrikverkauf eingerichtet und präsentieren dort unter anderem auch Taschen mit schicken Designs. Berühmtester Sohn der Stadt ist übrigens der Musikproduzent und Boney M.-Erfinder Frank Farian.

Info: Tel. (06752) 13 50; www.kirn.de

Wo der Herrgott wohnt

Der mächtige Donnersberg dominiert die gesamte Region, doch östlich, in Richtung Worms, wird's flacher. Dort liegt, umgeben von sanften Weinbergen, das 20 Kilometer lange Zellertal mit dem gleichnamigen Ort. Die Gastgeber organisieren Touren in die Umgebung, etwa am 11. Mai unter dem Motto "Wandern, wo der Herrgott zu Hause ist". Am 7. Juni veranstalten acht Weingüter einen "Open Friday" mit Verkostungen und Busservice von Winzer zu Winzer.

Info: Tel. (0176) 23 99 14 23; www.zellertal-open.de; www.zellertal-aktiv.de

Familienfoto auf dem Sofa

Das Museum an der Fundstelle des Neanderthalers bei Mettmann macht die Geschichte der Menschheit anschaulich. In einem Spiegelkabinett begegnen die Besucher ihrem berühmten Vetter, an einer Fotostation kann man sich zu den Vorfahren aufs Sofa setzen (Foto). Auch sonst geht's familiär zu: Am 17. Mai ist ein Familienausflug in die Region im Angebot, und an jedem ersten Freitag im Monat darf man beim "DoggyDay den Hund mit ins Museum nehmen.

Info: Tel. (02104) 97 970; www.neanderthal.de

Ikonen des Films

Fred Astaire tanzt in der Luft für den Film "Top Hat" (1935), Marlon Brando lehnt am Motorrad in "The Wild One" (1953), Audrey Hepburn steht an der Jalousie in "Sabrina" (1954, Foto von Bud Fraker): Rund 200 meisterhafte Porträts und Szenenbilder aus der Blütezeit Hollywoods präsentiert die Ausstellung "Hollywood Icons" in der Ludwiggalerie Schloss Oberhausen. Dauer: 19. Mai bis 15. September. Die Exponate stammen aus der Sammlung des Filmhistorikers John Kobal. Führungen: jeden Sonn- und Feiertag um 11.30 Uhr.

Info: Tel. (0208) 41 249 28; www.ludwiggalerie.de

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