Pützchens Markt 2019: Abschlussbilanz der Kirmes in Bonn

Kirmes in Bonn : Das ist die Abschlussbilanz von Pützchens Markt 2019

Veranstalter, Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst sind mit Pützchens Markt rundum zufrieden. Mit 1,1 Millionen Besucher kamen allerdings 300.000 Besucher weniger als im Vorjahr. Die Polizei hat deutlich mehr Personenüberprüfungen durchgeführt.

Im Vergleich zum vergangenen Jahr sind in diesem Jahr zwar 300.000 Besucher weniger zu Pützchens Markt gekommen, dennoch konnte Marktleiter Harald Borchert am Mittwoch bei der Abschluss-Pressekonferenz ein „sehr positives Fazit“ ziehen. „Der Freitag war in diesem Jahr der besucherstärkste Tag von Pützchens Markt - und der besucherstärkste Freitag der vergangenen zehn Jahre“, so Borchert. Insbesondere für Samstag und Sonntag hätte er sich allerdings „stabileres Wetter“ gewünscht. Der Montag und insbesondere der Dienstagabend habe mit dem Abschlussfeuerwerk noch einmal dafür gesorgt, dass es in den Marktgassen eng wurde.

Die neun neuen Kirmesgeschäfte und vor allem das Programm im Bayern-Festzelt hob der Marktleiter besonders hervor. „Die Stimmung in dem Bayern-Zelt war toll. Der Rheinische Abend hat sich zu einem echten Besuchermagneten entwickelt und zur After-Job-Party am Montagabend kamen mehr als 80 Prozent der Besucher in Trachten. Da herrschte wirklich eine ganz besondere Stimmung“, so Borchert.

Stadt kontrollierte 293 Jugendliche

Das Ordnungsamt der Stadt Bonn habe eine ruhige Veranstaltung mit einer „überschaubaren Einsatzlage“ erlebt. Insgesamt haben die 40 Mitarbeiter des Ordnungsamtes 449 Knöllchen verteilt (2018 waren es 576) und 151 Mal musste der Abschleppwagen anrücken. 293 Jugendschutzkontrollen wurden durchgeführt, bei denen in 32 Fällen harter Alkohol und in 16 Fällen Zigaretten vernichtet werden mussten. 13 stark alkoholisierte Jugendliche wurden außerdem dem Rettungsdienst übergeben.

Gerd Peter, Leiter der Polizeiwache Ramersdorf, konnte ebenfalls ein positives Fazit ziehen. „Ich bin froh und glücklich, dass wir Pützchen Markt 2019 ohne große Überraschungen zu Ende gebracht haben“, so Peter. Besonders am Freitag und am Samstag seien seine Beamten vermehrt im Einsatz gewesen. „Da macht auch unsere Zielgruppe besonders gerne Kirmes“, so Peter. Die Zielgruppe sind dabei junge Erwachsene im Alter zwischen 18 und 25 Jahren, die sich auf dem Jahrmarktgelände nicht benehmen können. „Dazu gehört auch das mutwillige Anrempeln anderer Besucher. Wer sich nicht benimmt, wird angesprochen“, so der Polizist. Insgesamt gab es 477 Personenüberprüfungen, 189 mehr als im vergangenen Jahr. 135 Platzverweise wurden ausgesprochen, 2018 waren es noch 85. Während im vergangenen Jahr 40 Personen schon im Vorfeld ein Betretungsverbot für Pützchens Markt ausgesprochen wurde, betraf dies in diesem Jahr zwei Personen.

„In der Spitze hatten wir 120 Beamte im Einsatz - vor allem am Freitag und am Samstag“, so Peter. Insgesamt wurden 19 Körperverletzungsdelikte erfasst, acht weniger als 2018. Dabei gab es vier Verletzte, eine Person musste in ein Krankenhaus gebracht werden. „Verglichen mit der Besucherzahl ist das wirklich ein sehr guter Wert. Ich bin sehr froh, dass er so niedrig ist“, sagte der Ramersdorfer Wachleiter. Gegen drei Personen wurden Anzeigen wegen Widerstand gegen Polizeibeamte gefertigt, in einem Fall wurde eine Polizistin dabei leicht verletzt.

Von den Besuchern habe Gerd Peter durchweg positive Resonanzen erhalten. Den Besuchern habe vor allem die sichtbare Polizeipräsenz gefallen.

88 Einsätze für die Bonner Feuerwehr

Die Feuerwehr Bonn hatte zusammen mit dem Rettungsdienst ebenfalls eine überschaubare Einsatzzahl. „Es gab insgesamt 88 Einsätze - 54 Menschen mussten in Krankenhäuser gebracht werden“, sagte Frank Frenser von der Bonner Berufsfeuerwehr. Der Notarzt musste zu fünf Einsätzen ausrücken. Zwei kleinere Ölspuren wurden von den Wehrleute entfernt.

Bonnorange sorgte an den Markttagen für die Sauberkeit. „Bis heute haben wir 70 Tonnen Abfall eingesammelt, wir rechnen damit, dass es bis Freitag 75 Tonnen sein werden“, sagte Jasmin Mangold von Bonnorange. Im vergangenen Jahr fielen rund 74 Tonnen Müll an - die Zahl blieb also konstant. Insgesamt waren 26 Mitarbeiter in neun Fahrzeugen auf dem Marktgelände unterwegs. Dabei wurde der Abfall Bonnorange selber zum Verhängnis: Glasscherben sorgten in zwei Fällen für einen Platten an den Fahrzeugen.

Der Busverkehr habe laut Stadtwerke Bonn (SWB) und der RSVG reibungslos funktioniert. „Nur am Montag gab es aufgrund einer Demonstration kleinere Probleme, da wir die Friedensstraße nicht anfahren konnten“, sagte SWB-Sprecher Michael Henseler.

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