Restaurantführer "Gault&Millau": Yunico und Halbedel's Gasthaus in Bonn geehrt

Preisträger von „Gault&Millau“ : Diese Bonner Restaurants gehören zu den besten in NRW

Jedes Jahr ehrt der Restaurantführer „Gault&Millau“ die besten Gastronomen in Deutschland. In Nordrhein-Westfalen haben es zwei Bonner Restaurants ins Spitzenfeld geschafft.

Für Gastronomen ist eine Auszeichnung des Restaurantführers „Gault&Millau“ eine große Ehre. Nun wurden die Preisträger für das Jahr 2020 bekannt gegeben. Unter ihnen befinden sich auch zwei Restaurants aus Bonn.

In die Top 12 der besten Restaurants in Nordrhein-Westfalen haben es Halbedel’s Gasthaus und das Yunico geschafft. Halbedel’s Gasthaus befindet sich im Villenviertel in Bad Godesberg. Auf der Speisekarte von Inhaber und Koch Rainer-Maria Halbedel stehen Gerichte mit Produkten aus dem hauseigenen Bauernhof.

Der zweite Bonner Preisträger, das Yunico, liegt am Bonner Bogen im Kameha Hotel. Das Restaurant bietet europäisch-japanische Gerichte von Küchenchef Christian Sturm-Willms.

Vier weitere Spitzenrestaurants in Köln und Euskirchen

Der „Gault&Millau“ zählt mit dem „Guide Michelin“ zu den bekanntesten Gourmet-Führern weltweit. Koch des Jahres in Deutschland wurde der Küchenchef des Münchner Restaurants „Werneckhof“, Tohru Nakamura. Weitere Preisträger in NRW sind die jungen Spitzenköche Daniel Gottschlich und Erik Schmitz vom Kölner Restaurant „Ox&Klee“ sowie Oliver Röder und Filip Czmok von „Bembergs Häuschen“ in Euskirchen. In der Deutschlandausgabe 2020 des Gastroführers erkochten sie sich 17 von 20 möglichen Punkten und sind damit Aufsteiger des Jahres.

Unangefochten an der Spitze bleibt Joachim Wissler vom „Vendôme“ in Bergisch Gladbach. Seit 11 Jahren führt er das Feld der Spitzenköche in NRW an mit 19,5 Punkten. Bundesweit haben nur acht Köche diese Höchstnote für Weltklasse-Restaurants. Die Kritiker würdigen seine beständige Kreativität und seine neuesten Gerichte, etwa Ente mit Blaubeerkompott, Schwarzwurzel und Ingwerjus.

Fernsehkoch Björn Freitag erhält Auszeichnung

Freuen kann sich auch Fernsehkoch Björn Freitag über die Wertung für seinen „Goldenen Anker“ in Dorsten. Die Tester lobten einen pochierten Schellfisch, der „kunstvoll“ in ein Geflecht von schmalen Zucchinistreifen gehüllt wurde. Freitag und Christoph Kaiser steigerten sich auf 16 Punkte. Die oft scharfzüngigen Tester des „Gault&Millau“ bewerteten 144 Restaurants in NRW. Im Vergleich zur Vorjahresausgabe wurden 28 Restaurants neu aufgenommen und 51 „langweilig gewordene“ gestrichen.

Ein paar Worte verlieren die Gourmet-Tester über Köln und Düsseldorf und ihre Edel-Küchen. In der Landeshauptstadt wurde „eine Art legere Küchenartistik“ festgestellt, die bis zu Streetfood auf Kochmützen-Niveau reiche. In Köln sollte es nicht allzu abgehoben schick zugehen, meinen die Tester. Selbst Spitzenrestaurants hätten selten gestärkte Tischdecken zu bieten. Es gebe auch solche, „die sich mehr nach geschmückter Studentenkneipe anfühlen“.

(Mit Inhalten von dpa)