Weiter Wirbel ums Metropol

Weiter Wirbel ums Metropol

Mit mehreren Themen befasste sich der Bonner Stadtrat am Donnerstagabend. So hat der Rat beispielsweise noch keine endgültige Entscheidung im seit Jahren währenden Denkmalschutz-Streit um das frühere Metropol-Kino gefällt.

Noch keine endgültige Entscheidung hat der Rat im seit Jahren währenden Denkmalschutz-Streit um das frühere Metropol-Kino gefällt. Der Eigentümer des Gebäudes hat einen Schaden von rund 4,5 Millionen Euro gegenüber der Stadt geltend gemacht.Der Umbau des Kinos hatte sich um 32 Monate verzögert, weil die Verwaltung nicht bereit war, den Denkmalschutz aufzuheben. Am Ende entschied das Oberverwaltungsgericht: Nur die Fassade ist denkmalwürdig. Ein Vergleichsvorschlag des Landgerichts sieht nun laut einer vertraulichen Ratsvorlage der Verwaltung vor, 75 Prozent des Schadens aus der Stadtkasse zu bezahlen: Falls die Forderungen des Eigentümers plausibel sind, wären das rund 3,37 Millionen Euro. Sollten die derzeit laufenden Verhandlungen scheitern, droht eine Schadensersatzklage.

Ob sich Stadt und Eigentümer am Ende doch noch vor Gericht streiten werden, hängt von weiteren Gesprächen ab, sagte Rechtsdezernent Rüdiger Wagner in nichtöffentlicher Sitzung.

  • Der Stadtrat hat ein neues Gesicht: Für Nicole Maldonado, die ihr Mandat aus beruflichen Gründen niedergelegt hat, sitzt jetzt der Bad Godesberger Liberale Jürgen Bruder in dem Gremium.OB Jürgen Nimptsch vereidigte den 48-Jährigen zu Beginn der öffentlichen Ratssitzung. Bruder ist schon seit vielen Jahren Mitglied der Bezirksvertretung Bad Godesberg und übt derzeit das Amt des Vize-Bezirksbürgermeisters aus.
  • Anders als die Innenstadt-Geschäftsleute dürfen die Parteien dort trotz geltender Gestaltungssatzung an drei Standorten kostenlos Dreieckständer aufstellen, um etwa auf Parteiveranstaltungen hinzuweisen. Zum Deutschlandfest rund um den 3. Oktober sollen allerdings alle Plakatständer in der Zeit zwischen dem 29. September und 6. Oktober entfernt werden.Grund: Die Stadt erwartet mehrere hunderttausend Besucher, denen Bonn von seiner schönsten Seite präsentiert werden soll. Die Firma Ströer, derzeit Vertragspartnerin der Stadt Bonn für die Aufstellung von Werbeanlagen im öffentlichen Raum, habe bereits eine Entfernung sämtlicher Dreieckständer aus dem Innenstadtbereich in diesem Zeitraum zugesagt.

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Vertagt hat der Rat den Antrag der Taxigenossenschaft, die Tarife für Taxifahrten nicht zuletzt auch mit Blick auf die stetig steigenden Spritkosten erhöhen zu dürfen. Sie sollen, unter anderem pro Kilometer um zehn Cent steigen. Die Ratsfraktionen signalisierten noch Beratungsbedarf.

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