Viele GA-Leser wünschen sich für Bad Godesberg reine Fußgängerzone

Viele GA-Leser wünschen sich für Bad Godesberg reine Fußgängerzone

Qua vadis, Bad Godesberger Innenstadt? Nach unserem GA-Dialog zu den beiden Themen Einkaufsqualität und Sicherheit sowie unserem Leser-Aufruf, Verbesserungsvorschläge für die Fußgängerzone zu machen, haben uns zahlreiche Zuschriften erreicht.

Dafür herzlichen Dank. Wir werden an dieser Stelle Auszüge dieser Anregungen unkommentiert veröffentlichen. Die meisten Leser wünschen sich übrigens, die Koblenzer Straße zur echten Fußgängerzone zu machen. Obwohl die politischen Beschlüsse dagegen bereits mit Mehrheit gefallen sind.

  • Viele andere Standorte werden attraktiver, bekommen Fußgängerzonen, nur Bad Godesberg nicht. Ich kann das nicht verstehen, da wir mehr Pluspunkte zu bieten haben als viele andere Orte.1. Wir haben eine Burg! Fast mitten in der Stadt. Wer hat das schon! Aber wo ist sie denn? Wie komme ich dahin? Wer weiß überhaupt davon, und warum nicht? Weil wir sie nicht in unser Stadtkonzept einbinden. Stellen Sie sich vor, es geht ein schöner Weg, gut ausgeschildert, von der Stadtmitte zur Burg, ein Biergarten, deftiges Essen oder Salate, freundliche Bedienung, wunderbare Aussicht. Vielleicht sogar ein kleines Bähnle von der Stadtmitte aus. Wäre ein Anziehungspunkt, mal wieder in die Stadt zu gehen.
  • 2. Wir haben ein Kurwässerchen! Wer hat das schon? Wer weiß schon, wo ich dieses Wässerchen, dem wir den Namen Bad verdanken, überhaupt bekomme. Stellen Sie sich vor, es gäbe einen schönen Trinkpavillon am Theaterplatz, gemütlich aus einer Quelle sprudelt das Gesundheitswasser, wird verkauft in netter Umgebung, ein paar Stühle, eine "gesunde Begegnungsstätte".

3. Wir haben einen Kurgarten! Mit wunderschönem Wasserspiel. Aber wo ist er denn? Wer verweilt denn dort? Stellen Sie sich vor, ein gemütliches Restaurant, oder ein schönes Wiener Kaffeehaus, etwas Musik, zum Verweilen verlockend. Nach oder vor dem Einkaufen ein beliebter Treffpunkt.

4. Stellen Sie sich vor, Bad Godesberg wirbt mit seinem Kurfürstenbad. Angenehme Umgebung ist vorhanden, Parkplätze vor dem Bad sind da, etwas altertümlicher Charme. Das ließe sich gut vermarkten.

Ich kann bis heute nicht verstehen, warum Busse an einem Busbahnhof in der "Fast-Fußgängerzone" halten müssen. Es muss doch wohl möglich sein, die Busse und den Autoverkehr herauszuhalten. Wenn man in Bonn eine Fußgängerzone schaffen konnte, sollte Godesberg dies auf seiner kleinen Innenfläche wohl auch gelingen. Heidrun Jaeger-König

Die Nutzung der Straße für den ÖPNV zieht automatisch die Nutzung durch nicht berechtigte Fahrzeuge nach sich. Außerdem zerstört der Straßenverkehr den Charakter einer geschlossenen und attraktiven Fußgängerzone.

Darüber hinaus bieten sich folgende kleinere Maßnahmen an: Eine offensive Bekämpfung der Taubenplage; deutliche Verbesserung der Sauberkeit, Pflege von Grünanlagen; Erzeugung eines subjektiven Sicherheitsgefühls (Stadtordnungsdienst) auch tagsüber; Ausbau der Außengastronomie; zusätzliche große Pflanzkübel mit höheren Grüngewächsen auf dem Theaterplatz (Patenschaften durch Geschäfte); Belassung des roten Pflasterbelages in der bisherigen Fußgängerzone für weitere zehn Jahre mit der Auflage der jährlichen Rückstellung von Haushaltsmitteln; "Runder Tisch" mit den Hauseigentümern. Sein Ziel: hochwertigere Geschäfte nach Bad Godesberg holen sowie einen Ausbau höherwertiger Hotel- und Gastronomiebetriebe ermöglichen. Dieter Krause

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