Bonner Wetter: Zwei Kältewellen erreichten Bonn im Januar

Bonner Wetter : Zwei Kältewellen erreichten Bonn im Januar

Der gerade abgelaufene Januar wartete mit zwei Kältewellen auf und war wegen der vielen Tiefs sehr nass und trüb. Das geht aus den Daten der Wetterstation Endenich der Uni Bonn hervor.

Im vergangenen Monat ist die Sonne kaum durchgekommen. Der Februar bringt die meisten Tagesstunden unter den Wintermonaten.

Temperatur: Der Januar wies eine Durchschnittstemperatur von 3 Grad Celsius auf und war damit um 0,5 Grad Celsius zu warm. Damit belegt der Januar zusammen mit den Januarmonaten 1903, 1915 und 1934 den 60. Platz in den Bonner Wetterannalen seit 1895 und reiht sich zwischen den Januar 1992 (2,9 Grad Celsius) und Januar 2002 (3,1 Grad Celsius) ein. Den mildesten Januar gab es in Bonn im Jahre 1975 mit 7,3 Grad Celsius, 1940 wurde der kälteste Januar mit minus 7,4 Grad Celsius gemessen. Zwei Kältewellen erreichten Bonn, die neun Frost- und zwei Eistage bescherten. Die höchste Januartemperatur wurde mit 9,3 Grad Celsius am 26. gemessen. Die tiefste Temperatur gab es am 21. mit minus 7,3 Grad Celsius. Zugleich war das die bisher tiefste Temperatur im ganzen Winter.

Sonne: Das unruhige Januarwetter bot der Sonne wenig Chancen: Insgesamt schien sie 46 Stunden, sechs Stunden weniger als im langjährigen Mittel der letzten 51 Jahre. Damit belegte der Januar den 33. Platz. An 15 Tagen zeigte sie sich überhaupt nicht, dafür an drei Tagen mehr als sieben Stunden.

Niederschlag: Hinsichtlich der Niederschläge war der Januar viel zu nass. An 22 Tagen regnete oder schneite es, an vier Tagen mit Schnee oder Schneegriesel. Insgesamt regnete es 69 Liter pro Quadratmeter; das sind 24 Liter mehr (oder 151 Prozent) als in einem normalen Januar. Das ist Platz 22 nach den Aufzeichnungen der Stadt, die 172 Jahre zurückreichen. Die meisten Niederschläge gab es am 28. mit elf Litern pro Quadratmeter. Die vielen Niederschläge sorgten dann auch für ein kleines Hochwasser mit einem Pegelstand von 5,24 m am 16. Januar.

Wind: Sturmböen von 75 Kilometern pro Stunde oder mehr traten im Januar nicht auf. Die größte Bö konnte am 8. mit 39 Stundenkilometern gemessen werden, das entspricht Windstärke 5 nach Beaufort. An neun weiteren Tagen wurde diese Sturmstärke gemessen.

Vergleich mit 2018: Der Januar vergangenen Jahres war um 3,8 Grad Celsius wärmer als der aktuelle Januar. 2018 gab es nach den Aufzeichnungen keinen Frosttag, maximal wurden 14,5 Grad Celsius gemessen. die niedrigste Temperatur betrug 0,3 Grad Celsius. Die Sonne schien mit 34 Stunden zwölf Stunden weniger und dafür fielen an Niederschlägen mit 74 Litern fünf Liter mehr.

Vorschau Februar: Der letzte Wintermonat bringt die längste Tageslänge unter den drei Wintermonaten. Im Laufe des Februars werden die Tage um 97 Minuten länger und erreichen am Monatsende fast elf Stunden. Im langjährigen Mittel beträgt die Bonner Februartemperatur 3 Grad Celsius, wobei die Temperaturen zwischen 8,2 Grad Celsius (1990) und -7,4 Grad Celsius (1956) schwankten. Noch eindrucksvoller sind die Extremtemperaturen: 21,3 Grad Celsius am 24. Februar 1990 und -23,5 Grad Celsius am 8. Februar 1895, also über 44 Grad. Der Februar schafft 77 Stunden Sonne im Durchschnitt, Schwankungsbreite zwischen 156 (2003) und 29 (2009) Stunden im ganzen Monat.

Aktuelle Informationen zum Wetter gibt es auf www.ga-bonn.de/wetter. Aktuelle Unwetterwarnungen unter www.ga-bonn.de/wetterwarnungen.

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