Robotik, Künstliche Intelligenz, Virtuelle Realität: Zukunftskongress im WCCB präsentiert Innovationen

Robotik, Künstliche Intelligenz, Virtuelle Realität : Zukunftskongress im WCCB präsentiert Innovationen

Den Zukunftskongress "Technik zum Menschen bringen" richtet das Bildungsministerium im WCCB aus. Präsentiert werden Neuheiten aus Robotik, Künstlicher Intelligenz und Virtueller Realität.

Würde ich mein Kind sensorunterstützt Fahrradfahren lernen lassen? Könnte es sich dabei die instinktive Umgebungswahrnehmung und die Reflexe aneignen, die ihm später einmal das Leben retten können? Auf dem vierten Zukunftskongress zur Mensch-Technik-Interaktion, der gestern und heute im World Conference Center Bonn ausgerichtet wird, wurde diese Technik mit dem Namen „Safe4Bike“ vorgestellt.

Wer der Digitalisierung der Welt skeptisch gegenübersteht, wer bei Künstlicher Intelligenz, kurz K.I., an den „Terminator“, bei Robotereinsatz im Alltag an Isaak Asimov und bei Virtueller Realität an „Matrix“ denkt, ist dort fehl am Platz. Die Konferenz wurde gestern von Bundesbildungsministerin Anja Karliczek eröffnet, die in den Vordergrund stellte, dass alle Technik immer den Nutzen für Mensch und Gesellschaft zeigen muss. Zwei Tage lang gibt es Vorträge, Diskussionen und Worksops zu Zukunftstechnologien.

Im Foyer des Plenarsaals werden zum Beispiel Techniken präsentiert, mit denen man mittels VR-Brille Kletterparcours durchlaufen oder wiederum sensorunterstützt das betriebliche Gesundheitsmanagement verbessern kann. Daneben sah man Roboter, die Menschen mit Parkinson oder schweren Behinderungen zur Hand gehen können, selbstfahrende Roboter und dergleichen. Und an einem Stand lernte man Heidi und Elisa kennen. Die beiden Puppen können sprechen, sind mit dem Internet verbunden und dienen Menschen mit Demenz zur Unterhaltung und Erinnerung an wichtige Dinge. Über eine Chatfunktion können Angehörige online Mitteilungen hinterlassen, die die Puppen an ihre Besitzer weitergeben. Sie können Ratespielchen anregen, singen und verfügen über eingeschränkte Mimik, können also auch Emotionen transportieren.

Der Mathe-Leistungskurs des Otto-Kühne-Gymnasiums aus Bad Godesberg war vor Ort, um sich diese neuen Technologien anzuschauen, die vielleicht mal die Zukunft der Jugendlichen prägen werden. Besonders interessant fanden sie das „Multimodal Algebra Lernen“. Es macht das Verstehen mathematischer Formeln auf einem Monitor begreifbar. Für die Schule sei das sicher sinnvoll, meinte Paul (17).

Die Schüler sind Digital Natives. „Ich habe weniger Angst vor Künstlicher Intelligenz“, meinte Claas (17). „Es ist ein Wandel: Entweder man geht ihn mit oder man lässt ihn außen vor.“ Deutschland dürfe sich da nicht abhängen lassen, fand auch Anna (17). Für sie hatte es schon etwas gruseliges, wenn bei selbstfahrenden Autos eine K.I. über Leben und Tod zu entscheiden hat. „Wir müssen uns damit konfrontieren.“