Nordbrücken-Test: Zackig auf zwei Rädern

Nordbrücken-Test : Zackig auf zwei Rädern

Das ganz große Chaos ist ausgeblieben. Dennoch mussten am Montag vor allem als Autofahrer deutlich mehr Zeit für die Rhein-Überquerung einplanen als in Zeiten ohne Brückensanierung. Der GA hat sechs Reporter in den morgendlichen Berufsverkehr geschickt, um den Praxistest zu machen: Wie komme ich am schnellsten zur Arbeit?

7.55 Uhr: Ein Druck auf den Anlasser, der Roller springt an. Von Vilich-Müldorf aus geht's auf zwei Rädern so flüssig wie sonst auch über die Beueler Straße am THW vorbei, durch Vilich und Schwarzrheindorf in Richtung Kennedybrücke. Nichts los in den kleinen Orten, während sich ein Stück weiter auf der L 16 die Autos im Schneckentempo in Richtung Beuel-Zentrum schieben.

Erst an der Professor-Neu-Allee, wo es sich an der Auffahrt zur Kennedybrücke staut, spiele ich meinen Vorteil aus und fahre 150 Meter einfach an der Schlange vorbei. Genau deshalb habe ich mir dieses "rollende Sofa" auf zwei Rädern ja zugelegt. Auf der Kennedybrücke selbst läuft der Verkehr prima, auch am Stadthaus vorbei und über die Bornheimer Straße ist ein gutes Vorankommen. Genervt hat lediglich der Fahrer eines Firmenwagens, der mir die Vorfahrt nimmt. Beim späteren Überholen werfe ich ihm einen bösen Blick zu.

Fazit: Um 8.14 Uhr, nach 19 Minuten, parke ich die Suzuki auf dem GA-Hof. Das ist nicht langsamer oder schneller als sonst, wenn ich den Weg durch die Stadt nehme. Bei freier Fahrt über die Nordbrücke wäre die Strecke in zwölf Minuten zu schaffen. Außerdem, liebe Polizei: Verkehrsregeln habe ich bei meiner schnellen Fahrt auch nicht gebrochen.

Karte: Wie die GA-Redakteure zur Arbeit kamen

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