Heimatmuseum in Poppelsdorf: Wo der Kurfürst zurück ist

Heimatmuseum in Poppelsdorf : Wo der Kurfürst zurück ist

„Dieses Bildnis von Clemens August gehört nach Poppelsdorf, es gehört in die Clemens-August-Schule“ – mit diesen Worten präsentierte jetzt Christian Kleist, Leiter des Poppelsdorfer Heimatmuseums, das Ölgemälde, das dort seit Mai an markanter Stelle hängt und bisher jeden Besucher sofort fasziniert.

Es stellt den von 1723 bis 1761 in Bonn regierenden Kölner Kurfürsten Clemens August nicht im üblichen Erzbischofs- oder Fürstenornat dar, sondern als „Hochmeister des Deutschen Ordens“, kurz nach dessen Wahl im Sommer 1732. Gemalt wurde es wohl von dem in München tätigen bayerischen Hofmaler Franz Joseph Winter, ebenso wie ein vorhandenes „Zwillingsbild“ im Burgmuseum Meersburg.

„Wahrscheinlich kam unser Bild schon im frühen 19. Jahrhundert in Münchner Privatbesitz; 1884 gelangte es in die Schweiz, wo es sich noch 2013 in einer Privatsammlung befand, bis es schließlich ein Bonner Kunstliebhaber auf einer Auktion in München erwarb“, erläuterte der stellvertretende Vorsitzende des Fördervereins Poppelsdorfer Geschichte, Klaus Gries.

Das wertvolle Gemälde hängt zunächst leihweise im Poppelsdorfer Heimatmuseum und soll mittels Spenden an den Förderverein von ihm erworben werden. Vor Ort fand es eindeutige Zustimmung durch Iris Siebertz, Rektorin der Clemens-August-Schule, in deren Räumen sich das Museum seit mehr als 50 Jahren befindet. Sie konnte bestätigen, wie interessiert die Schüler beim Besuch des Museums und dem Betrachten der Gemälde sind.

Der Vorsitzende des Fördervereins, Wolfgang Alt, eröffnete die Spendenaktion zur Finanzierung des Gemäldes zusammen mit dem Leiter der Poppelsdorfer Sparkassen-Zweigstelle, Sascha Kaufmann, der der Aktion mit einer großzügigen Spende der Sparkasse Köln-Bonn einen guten Startschub gab. Das Poppelsdorfer Heimatmuseum lädt alle Interessierten zum Besuch der Sonderausstellung „Clemens August“ ein: mittwochs von 9.30 bis 11 und donnerstags von 14.30 bis 16.30 Uhr.

Infos und die Daten des Spendenkontos auf www.poppelsdorfer-geschichte.de oder unter 01 51/19 18 64 84. (ga)