Schulterschluss gegen Fremdenfeindlichkeit: Wissenschaft, Stadt und Kreis setzen Zeichen

Schulterschluss gegen Fremdenfeindlichkeit : Wissenschaft, Stadt und Kreis setzen Zeichen

Die Hochschulen, Forschungseinrichtungen, Wissenschaftsorganisationen und Gebietskörperschaften der Wissenschaftsregion Bonn haben sich heute mit einem gemeinsamen Appell in die aktuelle Debatte um Fremdenfeindlichkeit in Deutschland eingemischt.

Mit der "Bonner Erklärung für Weltoffenheit und Toleranz" setzen die Präsidenten, Rektoren, Direktoren, der Oberbürgermeister und der Landrat gemeinsam ein Zeichen. Sie rufen alle Angehörigen ihrer Institutionen und alle Bürger zum Schulterschluss auf.

Der Rektor der Universität Bonn, Professor Michael Hoch, gab den Anstoß zu der gemeinsamen Erklärung: "Die Wissenschaft lebt schließlich vom grenzüberschreitenden Denken. Wir stehen für einen offenen und vorbehaltlosen Austausch von Ideen und Meinungen. Darum kann uns die aktuelle Debatte nicht kalt lassen. Ich bin froh und stolz, dass wir in der Wissenschaftsregion Bonn mit einer Stimme sprechen und uns für Weltoffenheit und Toleranz stark machen."

Teile aus der Erklärung im Wortlaut: "In Bonn trifft sich die Welt, um über globale Herausforderungen zu beraten. (...) In einer Atmosphäre des friedlichen Miteinanders werden Fremde schnell zu Freunden. Das prägt unsere Region bis heute. Die Wissenschaftsregion Bonn steht in unserem Land und international für Freiheit, gegenseitigen Respekt und eine Kultur der Gastfreundschaft. Heute treten wir denjenigen entgegen, die diese Grundwerte in Frage stellen. Wir laden alle Angehörigen unserer Institutionen und alle Bürger ein, dies gemeinsam mit uns zu tun."

Unterzeichnet wurde sie von Hoch, Bonns OB Ashok Sridharan, Landrat Sebastian Schuster sowie den Hochschulrektoren und Leitern der Wissenschaftseinrichtungen in Bonn und der Region.