Interview mit Anett Barsch von Corpus Sireo: „Wir sehen die Chance, ein Stück Stadtreparatur vorzunehmen“

Interview mit Anett Barsch von Corpus Sireo : „Wir sehen die Chance, ein Stück Stadtreparatur vorzunehmen“

Anett Barsch ist als Geschäftsführerin von Corpus Sireo Wohnen für das Zurich-Areal verantwortlich. Mit Anett Barsch, Geschäftsführerin der Corpus Sireo Projektentwicklung Wohnen GmbH, sprach Lisa Inhoffen.

Was hat Ihr Unternehmen bewogen, das Zurich-Areal zu kaufen?

Anett Barsch: Das gesamte Portfolio, insgesamt 22 Objekte in Bonn und Köln, bietet zahlreiche, attraktive Nutzungsmöglichkeiten, sowohl für Wohnen als auch für Gewerbe.

Warum haben Sie auch das Gebäude der Zurich an der Rabinstraße erworben?

Barsch: Bei dem Gebäude an der Rabinstraße handelt es sich um ein gut funktionierendes, attraktives, nahezu neues Objekt, das wir nach dem Auszug der Zurich, was voraussichtlich im Jahr 2019 sein wird, weiter als Bürogebäude vermieten möchten.

Was ist dort geplant?

Barsch: Konkrete Planungen gibt es nicht, dazu ist es noch zu früh.

Was haben Sie für den Kauf der Zurich-Gebäude samt Grundstücke in Bonn bezahlt?

Barsch: Über den Kaufpreis wurde mit dem Verkäufer Stillschweigen vereinbart.

Was macht für Sie das Zurich-Areal an der Poppelsdorfer Allee aus?

Barsch: Hier sehen wir die Chance, ein Stück Stadtreparatur an historisch prominenter und sehr zentraler Lage vorzunehmen. Es wird ein neues Stadtquartier entstehen, mit Wohnungen und teilweise gewerblicher Nutzung.

Der städtebauliche Wettbewerb ist abgeschlossen. Wie geht es nun weiter?

Barsch: Auf Basis des einstimmig beschlossenen Siegerentwurfs von Astoc aus dem städtebaulichen Wettbewerb vom Sommer 2016 wird nun das Bebauungsplanverfahren weitergeführt, welches bereits mit dem Aufstellungsbeschluss im März 2015 begann.

Bei Wohnungsneubau hat der Stadtrat kürzlich eine Sozialwohnungsbauquote beschlossen. Wie wollen Sie die Quote dort umsetzen?

Barsch: Das Areal fällt noch unter die sogenannte Altfallregelung, daher greift die von Ihnen angesprochene Sozialwohnungsbauquote hier nicht.

Haben Sie eine Vorstellung davon, was einmal in der Villa und in dem Herold-Gebäude von 1949 an der Ecke Bonner Talweg unterkommen soll? Beide Gebäude sollen ja erhalten bleiben.

Barsch: Die Denkmäler werden erhalten bleiben. Da die Zurich-Versicherung das gesamte Areal noch bis 2019 angemietet hat, ist es zu früh, eine konkrete Nachnutzung zu benennen.

Was geschieht mit dem Hotel Bristol an der Prinz-Abert-Straße, das ja mit zum Portfolio gehört? Der Betreiber, der noch einen 14-Jahres-Pachtvertrag hat, könnte sich laut eigener Aussage einen Kauf vorstellen. Ist das für Sie ein Thema?

Barsch: Das Hotel bleibt bis auf weiteres von den Planungen unberührt.

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