Zaun soll Tiere abhalten: Wildschweine graben Spielwiese am Haus Venusberg um

Zaun soll Tiere abhalten : Wildschweine graben Spielwiese am Haus Venusberg um

Das Haus Venusberg, eine katholische Tagungs- und Begegnungsstätte des Erzbistums Köln, wird immer wieder heimgesucht von Wildtieren - nicht unbedingt zum Vergnügen der Gäste. Ein Zaun soll die Schwarzkittel jetzt von ihrem Tun abhalten.

Das Haus Venusberg am Haager Weg 28 ist eine katholische Tagungs- und Begegnungsstätte des Erzbistums Köln für junge Leute. Die moderne Einrichtung wirbt mit einer naturverbundenen Umgebung am Waldrand, die einen erlebnisreichen Aufenthalt garantiert.

Doch die Nähe zum Stadtwald schafft mitunter auch Erlebnisse, die man gar nicht haben will, und die für ängstliche Momente sorgen. Nämlich unverhoffte Begegnungen mit Wildschweinen, die durch den Forst streifen. Die Waldwiese des Hauses Venusberg, die normalerweise als Sport- und Spielfläche von den Kursteilnehmern genutzt wird, wird immer wieder durch die Besuche der Schwarzkittel verwüstet. Derzeit ist die Wiese vollständig umgegraben.

„Neben den erheblichen Sachschäden bestehen mittlerweile auch berechtigte Sorgen bezüglich der Sicherheit der jugendlichen Kursteilnehmer“, heißt es in einer Mitteilung der Stadt Bonn. „Besonders in den Morgen- und Abendstunden berichten die Gäste über Begegnungen mit Schwarzwild.“ Und das ist nicht ungefährlich.

Gespräche mit Jagdpächter und Revierförster

Was also tun? Mit dem Jagdpächter und dem zuständigen Revierförster sei bisher erfolglos nach Lösungen zur Schadensminimierung gesucht worden, teilte das Umweltamt in einer Vorlage mit. Deshalb soll jetzt ein Zaun her, für den das Haus Venusberg allerdings eine landschaftsrechtliche Befreiung benötigt. Die Stadt ist bereit, diese zu erteilen, und schlägt ebendies dem Naturschutzbeirat vor, der am Donnerstag, 13. September, darüber entscheidet.

Der geplante Wildschutzzaun, der die Tiere abhalten soll, wird einen Meter hoch sein und aus wildschweinsicherem Knotengeflecht bestehen, das 20 bis 30 Zentimeter tief eingegraben wird. Der Zaun sei im bodennahen Bereich grobmaschig und damit durchlässig für Kleintiere, heißt es. Das Umweltamt ist sicher, dass er sich relativ schnell selbst begrünen und damit nach kurzer Zeit nicht mehr sichtbar sein werde. Der Zaunbau sei zudem mit dem Forstamt Rhein-Sieg-Erft abgestimmt. Im Bereich der Zuwegung zu den Wiesenflächen vom Haus Venusberg ausgehend wird der Zaun auf dem asphaltierten Weg mit einem Tor versehen.

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