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Debatte um Wolfgang Fuchs: Wiederwahl des Bonner Stadtdirektor löst Kontroverse aus

Debatte um Wolfgang Fuchs : Wiederwahl des Bonner Stadtdirektor löst Kontroverse aus

Trotz der knappen Mehrheit für die Wiederwahl von Wolfgang Fuchs geht die Kontroverse um seine Person weiter. Insbesondere über das Abstimmungsverhalten der Jamaika-Koalition wird heftig spekuliert.

Glückwünsche auf der einen Seite, Kritik auf der anderen Seite: Nach der knappen Wiederwahl von Stadtdirektor Wolfgang Fuchs (CDU) im Rat am Donnerstagabend geht die Kontroverse um seine Person im Rathaus weiter.

Fuchs war, wie berichtet, mit 40 Ja- zu 37 Nein-Stimmen bei sechs Enthaltungen und einer ungültigen Stimme für weitere acht Jahre im Amt bestätigt worden. Vor der Wahl hatte es innerhalb der Jamaika-Koalition Knatsch um die Wiederwahl gegeben. Die Grünen hatten bei einer Probeabstimmung gegen Fuchs gestimmt, auch in der CDU gab es einige Widersacher. Der Grünen-Kreisverband hatte in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung seine Fraktion aufgefordert, die Koalition nicht zu gefährden und so abzustimmen, dass Fuchs im Amt verbleiben könne.

Marcel Schmitt vom Bürger Bund Bonn (BBB) kritisierte nach der Ratssitzung die in geheimer Abstimmung erfolgte Wiederwahl. „Die von CDU und FDP vor der Wahl in Richtung der Grünen ausgesprochenen Drohungen, die Ratskoalition bei einem Scheitern von Fuchs platzen zu lassen, haben offensichtlich Wirkung gezeigt“, so Schmitt. Genügend Stimmen habe das Jamaika-Bündnis aber dennoch nicht gehabt, spekuliert Schmitt. Vielmehr habe die Fraktion der Sozialliberalen die Mehrheit gesichert.

Deren Mitglied Felix Kopinski hatte vor der Wahl erklärt, die dreiköpfige Fraktion werde für Fuchs stimmen. Den Vorwurf einiger Ratsmitglieder aus der Opposition, seine Fraktion habe Jamaika gerettet , lässt er nicht gelten. „Wenn die Grünen keine Lust mehr auf ihre Koalitionspartner haben, sollten sie das Trauerspiel beenden, statt sich hinter Taktieren zu verstecken. Dies wäre wesentlich ehrlicher“, teilte er am Freitag in einer Presseerklärung mit.