Lift in der Bonner Oper: Wie lange steckten Insassen fest?

Lift in der Bonner Oper : Wie lange steckten Insassen fest?

Auch zwei Tage nach dem dramatischen Zwischenfall mit einem steckengebliebenen Aufzug in der Bonner Oper sind viele Fragen noch ungeklärt. Die entscheidende lautet: Wie lange steckten die acht Besucher der Aufführung "Die Perlenfischer" am Samstagabend in dem Aufzug fest? Denn die Zeitangabe eines Zeugen, der selbst feststeckte, weicht um fast eine Stunde von der der Stadt ab.

Dort teilte Elke Palm vom Presseamt am Montagabend auf GA-Anfrage von gestern Morgen mit, "dass der Alarm am Samstag um 22.20 Uhr bei der Feuerwehr einging". Zwar hätte zuvor ein Mitarbeiter der Oper, bei dem ein erster Notruf direkt aus dem Aufzug eingegangen sei, vergeblich versucht, die Aufzugsfirma zu erreichen. "Doch bis der Mitarbeiter dann stattdessen die Feuerwehr alarmierte, können höchstens zehn Minuten vergangen sein", so Palm.

Der Augenzeuge hingegen hatte dem GA geschildert, nach Ende der Oper seien er und sieben weitere Besucher in den Aufzug gestiegen, um in die Tiefgarage zu gelangen, und das sei bereits gegen 21.30 Uhr gewesen. Dann sei der Aufzug steckengeblieben und man habe per Notruftaste den Opernmitarbeiter informiert.

Zunächst sollen die Haustechniker selbst versucht haben, die Fahrstuhlinsassen zu befreien, so der Zeuge. Erst nach längerer Zeit sei dann die Feuerwehr angerückt - und zwar um 22.30 Uhr. Sie hatte dann um 22.51 Uhr alle acht Personen befreit. Noch ungeklärt ist, wann der Aufzug zuletzt gewartet wurde, so Palm.

Unklar ist auch, warum genau er steckenblieb und welches Baujahr er hat. Laut Stadt 1979, laut Zeuge 1987. Alle Insassen seien wohlauf gewesen, sagte Palm. Der Zeuge hingegen hatte erklärt, eine 90-Jährige habe einen Schwindelanfall erlitten. oni/val

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