Kommentar zur Uni-Tiefgarage: Wie ein Fluch

Kommentar zur Uni-Tiefgarage : Wie ein Fluch

Hickhack um das Ausschreibungsverfahren, Ärger mit dem früheren Planungsbüro, Haushaltsstopp, nun der Fund von Teilen der alten Bonner Stadtmauer – als liege ein Fluch über der Universitäts-Tiefgarage, meint GA-Redakteurin Lisa Inhoffen.

Wird die Sanierung der Uni-Tiefgarage eine unendliche Geschichte? Das wird wohl nicht passieren, aber mit Blick auf die lange Vorgeschichte mit fünf Jahren Stillstand bis zum Baubeginn vor einem Jahr ahnt man, dass auch der nun im Raum stehende Fertigstellungstermin Ende März 2020 vermutlich nicht zu halten sein könnte.

Wer in Bonn baut, muss beim Buddeln mit historischen Mauerresten unter der Erde natürlich immer rechnen. Doch für solche Funde kann wirklich niemand etwas. Man denke nur an den Neubau der Sparkasse am Friedensplatz, wo ebenfalls ein Stück der einstigen Heinrich-Bastion gefunden wurde und für eine Verzögerung bei der Bauzeit sorgte.

Bei der Unigarage sollten die Verantwortlichen nun trotz der aktuellen Unterbrechung Gas geben, damit sie wenigstens im Laufe des Beethoven-Jubiläumsjahrs fertig wird. 440 Stellplätze sind kein Pappenstiel. Angesichts der vielen zusätzlichen Veranstaltungen, die im Jahr 2020 in der Stadt geplant sind und die viele Bonn-Besucher anlocken sollen, wird jeder Parkplatz in der City gebraucht. Eben auch, um den Park-Such-Verkehr in der Innenstadt und damit unnötige Staus zu vermeiden.

Klar, man kann auch mit dem Bus oder der Bahn in die Stadt fahren. Doch mit Blick auf die vielen Verspätungen und Ausfälle bei den Stadtwerken in diesem Jahr fällt es einem immer schwerer, den Umstieg auf den öffentlichen Nahverkehr zu empfehlen.

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