Interview zu Hitzestress: Wie beeinflusst das Klima die künftige Stadtplanung in Bonn?

Interview zu Hitzestress : Wie beeinflusst das Klima die künftige Stadtplanung in Bonn?

Der Meteorologe Guido Halbig plädiert im GA-Interview für mehr Grün und Wasserflächen in der City, um die Temperaturen zu senken.

Je mehr die Ziele zum Klimaschutz verfehlt werden, desto stärker müssen Städte wie Bonn auf die Anpassung setzen, rät der Meteorologe Guido Halbig vom Deutschen Wetterdienst (DWD). Er erklärt: Doppelte Verdichtung könne den Wunsch nach mehr Wohnungen mit dem Bedarf an Grünflächen in Einklang bringen.

Dass Städte Wärme speichern, ist eigentlich keine Neuigkeit. Warum wird das erst jetzt konkret untersucht?

Haben Städte wie Bonn beim Thema Klimawandel immer noch Nachholbedarf?

Aber sind das nicht nur Lippenbekenntnisse, wenn eine Stadt wie Bonn erklärtermaßen viel zusätzlichen Wohnraum schaffen und dazu die Bebauung nach Möglichkeit verdichten möchte? Ist das nicht sogar kontraproduktiv?

Also holt man die Natur zurück in die Stadt. Was bewirkt das?

Müsste die Anpassung an steigende Temperaturen nicht dennoch eher in einem Rückzug aufs Land bestehen, wo eher ein kühles Lüftchen weht statt in weiterem Wachstum einer Stadt wie Bonn?

Viele Menschen helfen sich mit Klimatisierung gegen den Hitzestress.

Die Prognosen zum Klimawandel fallen immer dramatischer aus. Packen Anpassungsstrategien das Problem damit nicht am falschen Ende an und suggeriert das Wort Anpassung nicht schon, wir könnten die Folgen des menschengemachten Treibhauseffekts mit technischen Mitteln handhaben?

Wie weit ist Bonn auf diesem Weg?

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