Kommentar zum UN-Standort Bonn: Wichtig fürs Überleben

Kommentar zum UN-Standort Bonn : Wichtig fürs Überleben

Die zugesagten Investitionen des Bundesbauministeriums in die Bonner Infrastruktur sind von großer Bedeutung für den Standort. Sie verbessern weiche Faktoren wie das geplante Waldinformationszentrum in der Waldau für internationale Gäste.

Und legen andererseits die Grundlage, um Mitarbeiter der UN und ihre Familien in Zukunft nach Bonn zu locken. Insofern ist auch der Schritt, die Bonn International School auszubauen, sinnvoll. Das Wohlfühlen in einer fremden Stadt ist für Menschen zu einem wichtigen Faktor geworden. Dazu kann an regnerischen Tagen sicher auch die weitere Teilüberdachung des Eingangsbereichs am Kongresszentrum zählen.

Noch wichtiger sind jedoch die fünf Millionen Euro aus dem Auswärtigen Amt, die nun jährlich zur Verfügung stehen. Die UN haben sich zwar dem hehren Ziel verschrieben, Frieden auf Erden zu schaffen und sich für Menschenrechte und Nachhaltigkeit einzusetzen. Doch auch bei dieser weltumspannenden Organisation wird gerechnet und am Ende ein Summenstrich gezogen.

Der eigene Dolmetscherdienst ist deshalb so wichtig, weil er die Gesamtkosten für künftige Konferenzen der Vereinten Nationen senkt. Er sichert also das dauerhafte Überleben gegenüber der Konkurrenz aus Wien und Genf. Das Berlin/Bonn-Gesetz, in dem geschrieben steht, die Regierung solle der ehemaligen Hauptstadt zu internationaler Bedeutung verhelfen, greift an dieser Stelle. Ein Gesetz, in dem es oft „soll“ heißt und selten „muss“.

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