Kampfmittelräumdienst angerückt: Weitere Munition am Bonner Rheinufer entdeckt

Kampfmittelräumdienst angerückt : Weitere Munition am Bonner Rheinufer entdeckt

Der Kampfmittelräumdienst aus Düsseldorf wurde am Dienstag erneut an das Flussbett des Rheinufers gerufen. In Höhe des Römerbades wurden vier Granaten entdeckt.

Erneut ist am Bonner Rheinufer alte Munition gefunden worden. Passanten entdeckten am Dienstagnachmittag am Leinpfad unterhalb des Römerbades vier Granaten. Allerdings waren sie viel kleiner als die 110 Kilogramm schwere Sprenggranate, die am Montag geborgen wurde.

Wie die Stadt auf Anfrage mitteilt, handelte es sich bei den jüngst gefundenen Gegenständen um vier 15 bis 40 Zentimeter lange Kampfmittel an zwei Stellen. Seit der Meldung war der Stadtordnungsdienst vor Ort, um den Bereich abzusperren und zu bewachen. Die Stadt alarmierte auch unverzüglich den Kampfmittelräumdienst der Düsseldorfer Bezirksregierung. Noch am Abend wurden die Granaten geborgen und abtransportiert.

In den vergangenen Tagen hatte es entlang des Rheins immer wieder Munitionsfunde gegeben, weil das Niedrigwasser die Uferbereiche freilegt. Mit etwa 80 Zentimetern ist der Pegelstand in Bonn wie vielerorts seit Ende des Zweiten Weltkriegs nie niedriger gewesen. So wurden alleine am Sonntag in der Bundesstadt sieben Sprengkörper geborgen: Darunter Phosphorbomben, Granaten und mit Sprengstoff versehene Fallgewichte. Am Montag folgte ein schweres Artilleriegeschoss, das im Rheinbett steckte und dessen Sprengkraft ein Dreifamilienhaus hätte zerstören können, wie Wolfgang Wolf vom Kampfmittelräumdienst erläuterte. Nachdem er und seine Kollegen die Sprenggranate freigelegt hatten, konnten sie sie lösen und mit einem Kran von der Uferkante auf den Gehweg heben.

Die Stadt Bonn bittet Spaziergänger, die unbefestigten, trockenen Ränder des Flussbettes zu meiden, da sich dort weitere Munition befinden könnte. Auch wenn sie dort seit Jahrzehnten liege, gehe von ihr eine Gefahr aus.

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