Beeindruckendes Phänomen: Was es mit Schwärmen von Eintagsfliegen in Bonn auf sich hat

Beeindruckendes Phänomen : Was es mit Schwärmen von Eintagsfliegen in Bonn auf sich hat

Sie sehen aus wie ein Mottenschwarm: In den warmen Sommernächten sieht man Eintagsfliegen häufig in Bonn, wenn sie immer zu zweit die Laternen umkreisen. Ein Liebestanz mit bitterem Ende.

Auf der Kennedy-Brücke und am Alten Zoll konnte man sie in den letzten Tagen zu Tausenden beobachten, wie sie um die Laternen tanzten. Doch wer glaubt, es handele sich um Motten, der irrt sich. Eintagsfliegen treffen sich in den Sommermonaten zur Paarung.

Das Besondere: Weil die Eintagsfliegen - wie es der Name verrät - im flugfähigen Stadium oft nur wenige Stunden oder sogar nur Minuten leben, haben sie keine Zeit zu verlieren um sich fortzupflanzen. Dies geschieht dann gleich im Flug. Weil sich die Männchen oft zu Tausenden synchron das letzte Mal häuten und damit das Larvenstadium hinter sich lassen, entstehen große Schwärme männlicher Eintagsfliegen, in die die Weibchen hineinfliegen.

Kurz nach der Paarung fallen die Männchen dann tot zu Boden, was in Teilen Deutschlands aufgrund der Masse an toten Fliegen einmal im Jahr zu Verkehrschaos führt. Die Weibchen legen die Eier in Flüsse und Bäche und der Zyklus beginnt von vorn.

Zu beobachten sind in Bonn vielfach nur noch die sterblichen Überreste wie etwa am Rheinufer, die weißen Blütenblättern zum Verwechseln ähnlich sehen.

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