Viktoriabrücke in Bonn: Stadt wegen Kostensteigerung in der Kritik

Bauen in Bonn : Stadt steht wegen Viktoriabrücke in der Kritik

Die Sanierung der Viktoriabrücke wird deutlich teurer, gleichzeitig ist der geplante Termin zur Fertigstellung unsicher. Die Politik übt Kritik an der Stadtverwaltung, die erneut ein Projekt ohne abgeschlossene Planung begonnen habe.

Die Reaktionen der Ratsfraktionen auf die Kostensteigerung bei der Viktoriabrücke fallen nahezu gleichlautend aus: So kritisieren die Politiker die Stadtverwaltung, erneut ein Projekt begonnen zu haben, obwohl die Planungen dafür noch nicht abgeschlossen waren. Wie der GA berichtete, hat die Verwaltung die Fraktionen erst jetzt darüber informiert, dass die einstigen Schätzkosten von 24,6 Millionen auf rund 45 Millionen Euro gestiegen sind. Als einen Grund nannte Stadtbaurat Helmut Wiesner die derzeit überhitzten Preise in der Bauwirtschaft.

Marcel Schmitt (Bürger Bund) sprach sich deshalb dafür aus, alle noch nicht beauftragten und für die Fertigstellung und Inbetriebnahme der Brücke nicht zwingend erforderlichen Maßnahmen solange zurückzustellen, bis sich die Marktlage entspannt habe. Bernd Moll (CDU) forderte eine generelle Debatte in den politischen Gremien zu den Kostensteigerungen bei der Viktoriabrücke und anderen städtischen Projekten – allen voran die Beethovenhalle.

„Es ist kaum vorstellbar, dass es nicht bereits früher im Bauprozess Hinweise auf außergewöhnliche Kostensteigerungen gab“, sagte Hardy Lohmeyer (Grüne). „Wir brauchen endlich eine vernünftige Kontrolle bei großen Bauvorhaben“, mahnte Angelika Esch (SPD).

Sanierung der Viktoriabrücke

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