1. Bonn
  2. Stadt Bonn

Viktoriabrücke in Bonn ab Freitag gesperrt: Staugefahr wegen Sperrung

Staugefahr in Bonn : Viktoriabrücke ist ab diesem Freitag wegen Bauarbeiten gesperrt

Ab diesem Freitag wird die Viktoriabrücke für elf Tage voll gesperrt. Die Stadt empfiehlt Umleitungen über die A565 oder den Propsthof. Auch für Fußgänger gibt es Alternativen.

An diesem Freitag beginnt die elftägige Vollsperrung der Viktoriabrücke. Der Zeitplan ist eng getaktet, Bonns Tiefbauamtsleiter Peter Esch allerdings aufgrund der bisherigen Verlässlichkeit der dort arbeitenden Firma guter Dinge, dass die Rädchen gut ineinandergreifen werden. Das sollten sie auch. Wenn am Montag, 29. Juni, die Vollsperrung aufgehoben wird, beginnt am selben Tag der Landesbetrieb Straßen NRW mit vorbereitenden Arbeiten für die geplante Sanierung des Endenicher Eis. Die Autobahnanschlussstellen des Verteilerkreises sind dann für volle sechs Wochen während der Sommerferien gesperrt. Beide Straßen haben gegenseitig eine Bypassfunktion.

So empfiehlt das Tiefbauamt als Umfahrung während der Brückensperrung einerseits die A565 als Verbindung zwischen Nord- und Weststadt und andererseits eine Umleitung über Bornheimer Straße, Am Propsthof und Auf dem Hügel.

Dass die Vollsperrung der Viktoriabrücke notwendig ist, hat folgenden Hintergrund: Mit der Corona-Pandemie begründete die Deutsche Bahn die Vorverlegung und Streichung von Sperrpausen für den Bahnverkehr. „Dabei ist auch die DB Zwängen unterworfen. Denn durch die Vielzahl abzustimmender Baustellen im Bonner Raum und damit parallellaufender Arbeiten der DB wie für den Hauptbahnhof und die S-Bahn 13 in Beuel steht der DB nur ein sehr enger Spielraum für die Genehmigung von Sperrpausen zur Verfügung“, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt.Um die vorgezogenen Sperrpausen für den Abbruch der westlichen Brückenhälfte erreichen zu können, müssen die Arbeiten Ende dieser Woche beginnen. Der Neuaufbau der östlichen Brückenhälfte ist zu diesem Zeitplan allerdings noch nicht vollendet.

Für die elf Tage will die Stadt die trostlose und unwirtliche Unterführung an der Herwarthstraße zum Alten Friedhof etwas auf Vordermann bringen, damit sie für Fußgänger nutzbarer wird. Sie soll regelmäßig gereinigt und desinfiziert werden. Ab den frühen Morgenstunden bis zum Abend ist ein Sicherheitsdienst für den schlecht beleuchteten Tunnel engagiert. In Abstimmung mit dem Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) werde, so die Stadt, eine spezielle Umleitung für den Radverkehr eingerichtet: Sie verläuft ab der Bornheimer Straße über die Straßen Am Propsthof, Babette-Koch-Weg, Steinweg, Erich-Hoffmann-Straße zur Bundesstraße 56 und umgekehrt. Bewegungseingeschränkten Menschen empfiehlt die Stadt im Nahverkehr Busse über den Hauptbahnhof zu nehmen. Die Unterführung ist nicht barrierefrei.

Foto: Grafik GA

 Die Stadt saniert die Viktoriabrücke seit dem Sommer 2016. Bisher war die Überfahrt stets in beide Richtungen sowohl für den Autoverkehr als auch für Radfahrer und Fußgänger gewährleistet. Vor vier Jahren haben Abbruch und anschließender Neubau der Ostseite begonnen. Nun wandert die Baustelle auf die Westseite. 

Für den Kfz-Verkehr stehen ab dem 29. Juni auf der neuen Brückenhälfte jeweils eine Fahrspur pro Richtung zur Verfügung. Für Fußgänger ist dann ein 2,50 Meter breiter Gehweg angelegt, der für Radfahrer in beiden Richtungen freigegeben ist.

Ursprünglich waren für die Sanierung 24,6 Millionen Euro veranschlagt. Derzeit geht die Stadt von etwa 45 Millionen Euro aus. Den gestiegenen Preis begründet sie mit Sonderwünschen der Politik wie einem Lichtbaldachin, aber auch mit teureren Baupreisen.