Viktoriabrücke Bonn: Brücke erhält neuen Überbau

Brücke in Bonn erhält neuen Überbau : Sanierung der Viktoriabrücke: 500-Tonnen-Kran aufgebaut

Ein riesiger Kran zeigt aktuell, wie es mit der Sanierung der Viktoriabrücke weitergeht. Die Brücke erhält in den nächsten Wochen einen neuen Überbau. Autofahrer müssen dann mit Sperrungen rechnen.

Der Kran steht schon fast, jetzt kann die nächste Phase der Sanierung der Viktoriabrücke beginnen: Am kommenden Dienstag beginnt die Montage des neuen Brückenüberbaus. Sie erfolgt in mehreren Bauabschnitten. Vom 29. bis 31. Oktober jeweils zwischen 0.40 bis 5.15 Uhr werden die ersten vier Brückenträger der neuen Viktoriabrücke über den Gleisen der DB eingebaut.

Und dafür ist großes Gerät nötig: Die etwa 1,30 Meter hohen und 40 Meter langen Stahlträger wiegen jeweils etwa 48 Tonnen. Sie sind Teil der späteren Brückenfahrbahn und werden in den weiteren Zwischenbauzuständen als Gerüst genutzt.

Für deren Einbau steht nun ein Kran mit einer Traglast von 500 Tonnen bereit, der auf Endenicher Seite des Baustellengeländes aufgebaut wurde. Der Kran wird auf gesondert hergestellten Fundamenten errichtet.

Die Baustelle an der Viktoriabrücke. Foto: Benjamin Westhoff

Die Anlieferung aller vier Träger erfolgt aufgrund der Länge und des Gewichts der Bauteile als Sondertransport in der Nacht vom 27. Oktober auf den 28. Oktober, bis 6 Uhr. Ein Brückenteil wird auf der fertiggestellten Brückenrampe abgestellt, die weiteren Brückenteile werden in einer Sperrfläche auf der Endenicher Straße zwischen Bahngleisen und Kreuzung Wittelsbacher Ring zwischengelagert. Der Einbau folgt am 29. bis 31. Oktober, jeweils zwischen 0.30 Uhr und 5 Uhr.

Weitere Nachtarbeiten Anfang November

In weiteren Arbeitsschritten werden in den Nächten vom 6. auf 7. und vom 7. auf 8. November jeweils zwischen 0.40 Uhr und 5.20 Uhr drei weitere Trägerelemente im Brückenmittelfeld über den DB-Gleisen bei gesperrtem Bahnbetrieb montiert. Die Anlieferung dieser Teile erfolgt am 6. November bis 6 Uhr morgens.

Am 3. und 4. November sowie am 11. und 12. November werden dann sieben Brückenträger im Randfeld - zwischen Brückenrampe Endenicher Straße und dem bereits montierten Mittelbereich der Brücke - installiert. Für diese Arbeiten werden allerdings keinen Sperrpausen der Bahn benötigt; die Arbeiten können tagsüber erfolgen.

Für die Montage des dritten Brückenfeldes über der Thomastraße ist voraussichtlich nochmals eine sechstägige Teilsperrung der Thomastraße wegen einer Kranaufstellung erforderlich. Die Montage vom Baustellenareal aus ist aufgrund der großen Ausladung nicht möglich. Den genauen Termin der Sperrung will die Stadt bekanntgeben, wenn alle Transport- und Sondergenehmigungen für die Arbeiten vorliegen.

Die Stadt Bonn bittet die Anwohner sowie Verkehrsteilnehmer um Verständnis für die Einschränkungen und Nachtarbeiten. Diese seien notwendig, um das Großprojekt aufgrund der beengten Verhältnisse und dem Bahnbetrieb erfolgreich umsetzen zu können.

Mehr von GA BONN